
Draußen mischte sich die Kälte der Nacht mit dem Heulen der Flugzeugmotoren. Wie auf allen Flugplätzen der Welt schien auch hier einige Konfusion zu herrschen. Doch das täuschte. In Wirklichkeit ging alles nach einer strengen Ordnung vor sich. Irgendein Mann wies Spencer quer durch das helle Licht, das den Regen sichtbar machte, auf ein wartendes Flugzeug zu, dessen vier Propeller blitzende Silberscheiben in die Dunkelheit zauberten. Männer waren schon damit beschäftigt, die Treppe von diesem Flugzeug wegzurollen. Mit großen Sätzen über die Pfützen hinwegspringend, erreichte Spencer die Männer, übergab seinen Billettabschnitt und rannte die Stufen hinauf. Der Luftstrom der bereits laufenden Motoren wirbelte ihm um den Kopf. Spencer bückte sich, betrat das Flugzeug und stand einen Moment still, um erst wieder zu Atem zu kommen. Die Stewardeß, die ein wasserdichtes Cape trug, begrüßte ihn lächelnd. Dann sicherte sie den Verschluß der schweren Tür.
„Ich bin nicht mehr besonders in Form", sagte Spencer entschuldigend und noch immer atemlos.
„Guten Abend, Sir", antwortete die Stewardeß freundlich. „Es freut mich, Sie an Bord zu haben... "
„Glücklicherweise habe ich's gerade noch geschafft."
„Dort vorn ist ein Platz frei", sagte das Mädchen.
Spencer schlüpfte aus dem Mantel, nahm den Hut ab und ging durch den Gang auf den freien Platz zu. Mit einiger Schwierigkeit konnte er den Mantel in das Gepäcknetz hineinzwängen. „Diese Dinger werden nie groß genug gemacht", bemerkte er zu seinem Nachbarn, der ihm zuschaute und seinerseits das Gepäck einfach unter dem Sitz verstaut hatte. Dann sank Spencer erlöst und aufatmend in die weichen Polster.
„Guten Abend", kam die Stimme der Stewardeß über den Lautsprecher. „Die Maple Leaf Air Charter Company heißt ihre neuen Passagiere von Flug 714 willkommen. Wir hoffen, daß Sie einen angenehmen Flug haben werden. Bitte schnallen Sie sich an; wir werden jeden Moment starten."
