Spencer drehte den Kopf wieder zu seinem Nachbarn hinüber. Gewöhnt, auf Kleinigkeiten zu achten, bemerkte er, daß der Mann einen vorzüglich geschnittenen Anzug trug. Keine Konfektion, nur ziemlich zerknittert. Die Krawatte paßte nicht dazu. Das langgeschnittene Gesicht, umrahmt von graumeliertem Haar, strahlte ein unbestimmbares Fluidum von Zuverlässigkeit und Autorität aus. Ein Charaktergesicht, konstatierte Spencer bei sich. „Ich fühle mich unter diesen Leuten wie ein Ketzer", bemerkte Spencer, das Gespräch erneut anknüpfend. „Aber ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich nur auf dem Weg zu einer Verkaufsreise an der Küste bin."

Sein Nachbar zeigte höfliches Interesse. „Und was verkaufen Sie?" fragte er.

„Lastwagen. Massenhaft Lastwagen."

„Aha, Lastwagen. Ich dachte, die würden durch normale Verkaufsgeschäfte an den Mann gebracht?"

„Normalerweise schon. Ich werde nur dann hingeschickt, wenn sich ein Geschäft anbahnt, bei dem es sich um dreißig, vierzig oder hundert Lastwagen handelt. Die örtlichen Verkaufsstellen lieben mich nicht sonderlich. Sie meinen, ich wäre der Scharfschütze vom Verkaufsbüro, der mit Sonderpreisen ankommt und einfach in ein Geschäft einhakt, für das sie vielleicht Wochen gebraucht hätten. Immerhin ist es ein ganz vernünftiges Leben." Spencer suchte nach seinen Zigaretten, hielt jedoch mitten in der Bewegung inne. „Ah - sind wir jetzt nicht schon in der Luft?"

„Wenn wir es sind, dann fliegen wir verdammt tief und mit null Meilen Tempo", scherzte der Nachbar.

„Hm." Spencer streckte seine Beine aus. „Mann, bin ich müde! Heute war einer dieser verfluchten Tage, an denen man die Wände hinaufgehen könnte. Wissen Sie, was ich meine?"



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