
Ich „rekonstruierte“ das Verbrechen: BeaumontBuchanan-Bookman hatte eben den Hebel des Schließfaches geöffnet, als Belsen ihm von hinten einen Schlag versetzte, ihn in das Fach zwängte und seine eigene Diners-Club-Karte benutzte, um das Schloß zu betätigen, ehe er sich hastig entfernte.
Ja, eine ausgezeichnete Theorie … und jetzt galt es die Fährte noch mehr zu verwischen.
Die Ausweise und Kreditkarten stopfte ich mir hinter meine eigenen in die Brieftasche; „Belsens“ Paß versteckte ich in meiner Kleidung. Bei einer eingehenden Untersuchung wäre ich damit nicht durchgekommen — allerdings gibt es Möglichkeiten, eine solche Visitierung abzuwenden, zum Beispiel Bestechung, Beeinflussung Korruption, Lüge und hochherrschaftliches Auftreten.
Als ich den Waschraum verließ, kamen bereits die Passagiere der nächsten Kapsel durch den Gang undreihten sich vor der Zoll- und Einwanderungsabfertigung auf; ich stellte mich hinten an der Schlange an.
Der Beamte machte eine Bemerkung darüber, wie leicht doch meine Reisetasche sei, und erkundigte sich nach dem Status des Schwarzmarktes dort oben.
Ich schaute ihn so dümmlich an, wie es ging — diesen Ausdruck kannte er bereits von meinem Paßphoto.
Zur gleichen Zeit fand er die angemessene Schmiergeldsumme in meinem Paß und wechselte das Thema.
Ich fragte ihn nach dem besten Hotel und dem besten Restaurant. Er antwortete, eigentlich dürfe er keine Empfehlungen aussprechen, aber er fände das Nairobi-Hilton ganz in Ordnung. Was das Essen anging so sollte ich den „Dicken Mann“ ausprobieren wenn ich es mir leisten könnte: Dort gäbe es die beste Küche in Afrika. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck daß ich einen sicherlich angenehmem Aufenthalt in Kenia haben würde.
