Während diese Unglücklichen, verzweifelt darüber, daß sie mich verlassen sollten - die vierzehn Tage, die sie in meinem Dienste zugebracht, waren Festtage für sie gewesen -, davonfuhren, hob ich den Stein auf und fand darunter eine Karte.

Auf dieser Karte las ich: Vicomte Henri de Faverne.

3. Kapitel

Das Foyer der Oper

Gabriel Lambert hatte recht; dieser Name sagte mir, wenn nicht alles, doch wenigstens einen Teil von dem, was ich zu wissen wünschte.

»Es ist richtig, Henri de Faverne!« rief ich. »Henri de Faverne, so ist es! Warum, zum Teufel, habe ich ihn nicht wiedererkannt?«

Allerdings hatte ich den, welcher diesen Namen führte, nur zweimal gesehen, doch unter Umständen, unter denen sich seine Züge tief in mein Gedächtnis eingeprägt.

Es war die dritte Vorstellung von »Robert der Teufel«; ich ging mit einem meiner Freunde, dem Baron Olivier d'Hornoy, im Foyer der Oper auf und ab.

Ich war mit ihm an diesem Abend nach drei Jahren zum erstenmal wieder zusammengetroffen.

Wichtige Angelegenheiten hatten ihn nach Guadeloupe gerufen, wo seine Familie beträchtliche Güter besaß, und er war erst seit einem Monat aus den Kolonien zurück.

Dieses Wiedersehen gewährte mir große Freude, denn wir hatten früher in enger Verbindung miteinander gestanden.

Zweimal begegneten wir beim Hinundhergehen einem Menschen, der d'Hornoy jedesmal auf eine höchst auffällige Weise anschaute.

Wir sollten ihm eben zum drittenmal begegnen, da fragte mich Olivier: »Ist es Ihnen gleichgültig, ob wir im Korridor oder hier auf und ab gehen?«

»Völlig gleichgültig«, antwortete ich, »doch warum?«



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