Heulte, daß mein armes Drama in Fetzen ging.

Ich klagte eines Tages bei dem Hafenkommandanten über diesen Einfluß der Umwelt auf meine Einbildungskraft und erklärte, ich wäre so müde, gegen diese Eindrücke anzukämpfen, daß ich mich als besiegt bekenne und entschlossen sei, vom nächsten Tag an die ganze Zeit, die ich noch in Toulon bleiben würde, nichts als ein beschauliches Leben zu führen.

Im Verlauf des Gesprächs fragte ich ihn, an wen ich mich wenden könnte, eine Barke zu mieten. Eine Barke war die erste Notwendigkeit des neuen Lebens, das mich der Geist in seinem Sieg über die Materie anzunehmen zwang.

Der Hafenkommandant antwortete mir, er werde an mich denken und dafür sorgen, daß ich das Gewünschte bekäme.

Als ich am nächsten Morgen mein Fenster öffnete, erblickte ich zwanzig Schritt unter mir eine reizende Barke, die sich am Ufer schaukelte. Sie war mit zwölf Galeerensklaven bemannt, aber gleichzeitig auch mit einem Segel versehen.

Ich dachte mir, das wäre gerade die Barke, wie ich eine brauchte, da sah ich auch schon den Aufseher, sobald er mich erblickte, seinen Kahn anlegen lassen, an das Ufer springen und auf die Tür meiner Bastide zuschreiten.

Ich ging dem ehrenwerten Besuch entgegen.

Er zog ein Schreiben aus seiner Tasche und übergab es mir.

Es war in folgenden Worten abgefaßt:

»Mein lieber Metaphysiker!

Da man die Dichter nicht von ihrem Beruf abwendig machen muß und da Sie sich über den Ihrigen, wie es scheint, bis jetzt getäuscht haben, so schicke ich Ihnen die gewünschte Barke; Sie können die ganze Zeit, die Sie in Toulon wohnen werden, vom Öffnen bis zum Schließen des Hafens darüber verfügen.



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