
Der Hafenkommandant hatte mir offenbar ein seltsames Geschenk gemacht.
Und dennoch war es mir nicht unangenehm, diese Menschen von nahem zu sehen, Menschen, deren Titel allein, in einem Salon ausgesprochen, Schrecken verbreitet.
Ich näherte mich ihnen, sie standen auf und nahmen ihre Mützen ab.
»Meine Freunde«, sagte ich, »ihr wißt, daß euch der Hafenkommandant für die ganze Zeit, die ich in Toulon bleiben werde, zu meiner Verfügung gestellt hat?«
Keiner von ihnen antwortete, weder durch ein Wort noch durch eine Gebärde.
»Ich hoffe, ich werde mit euch zufrieden sein«, fuhr ich fort, »ihr aber, seid unbesorgt, werdet auch mit mir zufrieden sein.«
Dasselbe Stillschweigen.
Ich begriff, daß dies eine Sache der Disziplin war.
Ich holte einige Geldstücke aus der Tasche und bot sie ihnen mit der Bemerkung an, sie möchten damit auf meine Gesundheit trinken, doch nicht eine Hand streckte sich aus, um sie zu nehmen.
»Es ist ihnen verboten, etwas anzunehmen«, sagte der Aufseher.
»Und warum das?« fragte ich.
»Sie dürfen kein Geld besitzen.«
»Aber Sie - können Sie ihnen nicht erlauben, ein Glas Wein zu trinken, bis wir bereit sind?«
»Aber natürlich!«
»Nun, so lassen Sie ein Frühstück aus der Schenke des Forts holen, ich werde bezahlen.«
»Ich sagte es schon dem Kommandanten«, versetzte der Aufseher, mit einer und derselben Bewegung den Kopf und die Schultern schüttelnd, »ich sagte es schon, Sie würden sie mir verderben. Doch da sie in Ihrem Dienste stehen, müssen sie wohl tun, was Sie wollen. Vorwärts, Gabriel; im Fort Lamalgue holst du Brot, Wein und ein Stück Käse.«
