»Sir«, sagte ich. »Warum ich? Warum nicht ein Diplomat?«

»Die haben den Schwarzen Peter weitergegeben. Sie meinen, und ich muß mich dem anschließen, ein Privatmann hätte die besten Aussichten. Wenn da ... etwas ist, dann soll es nicht in die Akten.«

Ich sagte nichts, aber meine Abneigung muß klar ersichtlich gewesen sein.

»Sehen Sie«, fuhr der Prinz fort, »wir kennen uns schon lange. Sie haben doppelt soviel Grips wie ich, und ich vertraue Ihnen. Das mit Ihren Augen tut mir verdammt leid, wirklich, aber jetzt haben Sie Zeit, und wenn Ihr

Verwalter das Gut tadellos verwaltet, während Sie sich in Cheltenham und Aintree herumtreiben, dann kann er das auch, wenn Sie nach Moskau fahren.«

»Sie haben wohl nicht diesen Antibrillenträgererlaß erfunden, damit ich Zeit für Ihren Auftrag habe, oder?«

Er hörte die Bitterkeit in meinen Worten und schmunzelte.

»Ich glaube eher, es waren die anderen Amateure, die Sie aus dem Weg haben wollten.«

»Einige haben das schon bestritten.«

»Also, fahren Sie?« fragte er.

Ich betrachtete meine Hände, knabberte an den Fingernägeln, nahm die Brille ab und setzte sie wieder auf.

»Ich weiß, Sie wollen nicht«, fuhr er fort. »Aber ich weiß niemand, an den ich mich sonst wenden könnte.«

»Sir ... bitte ... können wir nicht bis zum Frühjahr warten? Ich meine ... vielleicht finden Sie doch noch einen Besseren .«

»Es muß jetzt sein, Randall. Besser noch, augenblicklich. Wir haben die Gelegenheit, eines der jungen deutschen Spitzenpferde zu kaufen. Ein tolles Ding für Johnny. Wir ... das heißt, seine Vormünder ... ich sollte das wohl besser erklären ... Sein Geld wird für ihn verwaltet, bis er fünfundzwanzig ist. Bis dahin dauert es noch drei Jahre, und obwohl er eine sehr großzügige Apanage erhält, müßte eine Anschaffung wie diese aus dem Kapital kommen. Jedenfalls würden wir ihm das Pferd gerne kaufen, und wir haben auch eine Option, aber wir müssen uns entscheiden. Bis Weihnachten müssen wir ja oder nein sagen. Das Pferd ist zu teuer, es sei denn für den Versuch, an der Olympiade teilzunehmen, trotzdem sind wir froh, daß man uns diese Bedenkzeit eingeräumt hat. Die Käufer stehen praktisch Schlange.«



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