
Euripides.
Man sieht doch, mit was für Leuten er umgeht.
Mercurius.
Ermuntert Euch. Es ist hier von keinen Jacobis die Rede. Wie ist's mit dem Merkur? Ihrem Merkur? dem Deutschen Merkur?
Wieland kläglich.
Sie haben mir ihn nachgedruckt.
Mercurius.
Was tut uns das. So hört denn und seht.
Wieland.
Wo bin ich? Wohin führt mich der Traum?
Alceste.
Ich bin Alceste.
Admet.
Und ich Admet.
Euripides.
Solltet Ihr mich wohl kennen?
Mercurius.
Woher? — Das ist Euripides, und ich bin Merkur. Was steht Ihr so verwundert?
Wieland.
Ist das Traum, was ich wie wachend fühle? Und doch hat meine Einbildungskraft niemals solche Bilder hervorgebracht. Ihr Alzcste? Mit dieser Taille! Verzeiht! Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Mercurius.
Die eigentliche Frage ist, warum Ihr meinen Namen prostituiert und diesen ehrlichen Leuten zusammen so übel begegnet.
Wieland.
Ich bin mir nichts bewußt. Was Euch betrifft, Ihr könntet, dünkt mich, wissen, daß wir Euerm Namen keine Achtung schuldig sind. Unsre Religion verbietet uns, irgend eine Wahrheit, Größe, Güte, Schönheit anzuerkennen und anzubeten außer ihr. Daher sind eure Namen wie eure Bildsäulen zerstümmelt und preisgegeben. Und ich versichre Euch, nicht einmal der griechische Hermes, wie ihn uns die Mythologen geben, ist mir je dabei in Sinn gekommen. Man denkt gar nichts dabei. Es ist, als wenn einer sagte: Recueil, Portefeuille.
Mercurius.
