
Admet.
Und den Admet, der Euch so ekelhaft ist, weil er nicht sterben mag. Seid Ihr jemals gestorben? Oder seid Ihr jemals ganz glücklich gewesen? Ihr redt wie großmütige Hungerleider.
Wieland.
Nur Feige fürchten den Tod.
Admet.
Den Heldentod, ja! Aber den Hausvatertod fürchtet jeder, selbst der Held. So ist's
in der Natur. Glaubt Ihr denn, ich würde mein Leben geschont haben, meine Frau dem
Feinde zu entreißen, meine Besitztümer zu verteidigen? Und doch —
Wieland.
Ihr redet wie Leute einer andern Welt, eine Sprache, deren Worte ich vernehme, deren Sinn ich nicht fasse.
Admet.
Wir reden griechisch. Ist Euch das so unbegreiflich? Admet —
Euripides.
Ihr bedenkt nicht, daß er zu einer Sekte, gehört die allen Wassersüchtigen, Auszehrenden, an Hals und Bein tödlich Verwundeten einreden will, tot würden ihre Herzen voller, ihre Geister mächtiger, ihre Knochen markiger sein. Das glaubt er.
Admet.
Er tut nur so. Nein, Ihr seid noch Mensch genug, Euch zu Euripides' Admeten zu versetzen.
Alceste.
Merkt auf und fragt Eure Frau drüber.
Admet.
Ein junger,
