
Für meinen Sohn Patrick – ganz einfach, weil er großartig ist.
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»Also dann«, sagte die strohblonde Frau in der Jeansjacke. »Legen Sie los.« Bei ihrem breiten Akzent hörte sich das jedoch eher an wie »Legnselos«. Ihr habichtartiges Gesicht war erwartungsvoll gespannt, so als stünde sie kurz davor, eine unbekannte Speise zu probieren.
Wir befanden uns auf einem windgepeitschten Gelände, mehrere Meilen südlich der zwischen Texarkana und Dallas verlaufenden Interstate. Auf der schmalen zweispurigen Straße, auf der wir hergekommen waren, brauste ein Wagen vorbei – der einzige, den ich gesehen hatte, seit ich Lizzie Joyces schwarz glänzendem Chevy Kodiak zum Pioneer Rest Cemetery gefolgt war, einem Friedhof außerhalb des kleinen Städtchens Clear Creek.
Als unsere kleine Truppe verstummte, war das Pfeifen des Windes, der über die sanft geschwungenen Hügel strich, das einzige noch hörbare Geräusch.
Der kleine Friedhof war nicht umzäunt. Er war aufgegeben worden, allerdings schon vor längerer Zeit. Es handelte sich um einen alten Friedhof – insoweit ein Friedhof in Texas überhaupt alt sein kann –, der angelegt wurde, als die Eiche in seiner Mitte noch ein kleines Bäumchen gewesen war. Vögel zwitscherten in ihren Ästen. Da wir uns im Norden von Texas befanden, wuchs hier Gras, aber im Februar war es noch nicht grün. Obwohl es etwa zehn Grad warm war, pfiff der Wind kälter als erwartet. Ich zog den Reißverschluss meiner Jacke bis ganz nach oben zu und staunte nicht schlecht, dass Lizzie Joyce gar keine trug.
Die Menschen, die hier lebten, waren zäh und pragmatisch. Zu ihnen zählte auch die etwa dreißigjährige Blondine, die mich eingeladen hatte. Sie war schlank und durchtrainiert und hatte ihre Jeans hochgekrempelt – wahrscheinlich, um sich den Stiefelschaft einzufetten. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie sie ein Pferd bestieg. Aber ihre Stiefel hatten Patina, dasselbe galt für ihren Hut. Und wenn ich die Gravur auf ihrer Gürtelschnalle richtig entzifferte, war sie der letztjährige Bezirks-Champion im Tonnenrennen. Lizzie Joyce war echt.
