
Sie hatte außerdem mehr Geld auf der Bank, als ich jemals haben würde. Die Diamanten an ihrer Hand funkelten im grellen Sonnenlicht, als sie auf die den Toten geweihte Erde zeigte. Ms Joyce wollte, dass ich endlich mit meiner Vorstellung begann.
Ich bereitete mich aufs »Loslegn« vor. Da Lizzie eine Menge Geld dafür blechte, wollte sie so viel wie möglich davon haben. Sie hatte ihre kleine Entourage eingeladen, die aus ihrem Freund, ihrer jüngeren Schwester und ihrem Bruder bestand. Letzterer sah aus, als wäre er überall lieber als auf dem Pioneer Rest Cemetery.
Mein Bruder hatte sich an unseren Wagen gelehnt und rührte sich nicht von der Stelle. Bis ich meinen Job erledigt hatte, würde Tolliver mich nicht aus den Augen lassen.
Ich betrachtete ihn nach wie vor als meinen Bruder, obwohl ich mich bemühte, ihn in der Öffentlichkeit nicht mehr so zu nennen. Inzwischen führten wir eine ganz andere Beziehung.
Wir waren den Joyces an jenem Vormittag zum ersten Mal begegnet. Wir hatten den langen, gewundenen Feldweg genommen, der zwischen weitläufigen, eingezäunten Feldern hindurchführte, und waren Lizzies ausgezeichneter Wegbeschreibung gefolgt, die sie uns gemailt hatte.
Das Haus am Ende des Weges war sehr groß und sehr schön, aber nicht protzig. Es war ein Haus, in dem hart arbeitende Menschen lebten. Die Latina, die uns aufmachte, trug eine hübsche Hose und eine Bluse statt irgendeiner Uniform. Und sie nannte ihre Chefin »Lizzie« und nicht »Ms Joyce«. Da es auf einer Farm keine Sonntage gibt, wunderte ich mich nicht weiter, dass das große Haus wie ausgestorben wirkte. Die wenigen Menschen, die ich entdecken konnte, hielten sich in weiter Entfernung von der Farm auf. Während uns die Haushälterin hineinbat, sah ich einen Jeep kommen, und zwar auf dem Weg, der zur Rückseite des Hauses führte.
