»Jetzt wissen Sie also Bescheid«, sagte ich knapp.

»Das können Sie genauso gut erfunden haben«, wandte Lizzie ein. »Es war jemand bei ihm? Wie denn das? Niemand hat etwas dergleichen erwähnt. Wollen Sie etwa behaupten, dass jemand eine Klapperschlange nach Granddaddy geworfen hat, der daraufhin einen Herzinfarkt bekam? Und dass dieser Jemand anschließend einfach ging? Und wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass Mariah ein Baby hatte? Ich habe Sie nicht engagiert, damit Sie mich anlügen!«

Jetzt wurde ich langsam wirklich sauer. Ich atmete tief durch. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass Tolliver schon auf dem Weg zu mir war, er wirkte alarmiert. Chip Moseley dagegen hatte sich zum Jeep zurückgezogen und stützte sich schmerzgekrümmt darauf ab. Ich begriff, dass es ihm gar nicht gefallen würde, wenn ich die Aufmerksamkeit darauf lenkte.

»Sie haben mich genau hierfür angeheuert«, sagte ich und hob die Hände. »Da lässt sich nichts nachweisen, nicht einmal, wenn Sie Ihren Großvater obduzieren lassen würden. Aber ich habe Sie vorgewarnt, dass genau das passieren kann. Die Sache mit Mariah Parish dagegen können Sie selbstverständlich überprüfen, wenn Sie mir tatsächlich misstrauen. Es müsste eine Geburtsurkunde oder andere Unterlagen geben.«

»Stimmt«, sagte Lizzie schon ein gutes Stück nachdenklicher und weitaus weniger aufgebracht. »Aber mal abgesehen davon, was mit Mariahs Baby passiert ist, falls sie denn wirklich eines hatte, wird mir ganz schlecht bei dem Gedanken, dass jemand meinem Großvater so etwas antun konnte. Vorausgesetzt, Sie sagen wirklich die Wahrheit.«

»Sie können mir glauben oder auch nicht, das liegt ganz bei Ihnen. Wussten Sie von seiner Herzschwäche?«

»Nicht direkt, denn er ging nur selten zum Arzt. Aber er hatte bereits einen Infarkt hinter sich. Und nachdem er sich das letzte Mal durchchecken ließ, wirkte er besorgt.« Das war ihr seit dem Tod ihres Großvaters offensichtlich schon öfter durch den Kopf gegangen.



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