
Er hatte etwas Unerwartetes gesehen, soviel wurde mir klar. Aber ich brauchte ein paar Sekunden, bis ich begriff, dass er mit dem Jeep angehalten hatte und ausgestiegen war, weil er einen Bekannten getroffen hatte.
Ich hatte kein Bild von dieser Person vor Augen. Es ist nicht so, als sähe ich einen Film. Ich versetze mich eher für einen kurzen Augenblick in die Person des Verstorbenen hinein, denke, was sie gedacht, fühle, was sie in den letzten Sekunden ihres Lebens gefühlt hat. So erfuhr ich von Rich Joyce, dass er angehalten hatte, weil er jemanden entdeckt hatte. Ich durchlief allerdings nicht den Prozess des Wiedererkennens und traf auch nicht die Entscheidung, anzuhalten. Als Rich Joyce stellte ich den Motor ab und stieg aus, als die Schlange angeflogen kam. Die Klapperschlange, die mich (Rich Joyce) dermaßen erschreckte, dass mein (sein) Herz stehen blieb. Mir ist so heiß, kein Wasser, ich komme nicht an mein Handy, oh mein Gott, so sterben zu müssen! Danach wurde alles schwarz. Um klarer zu sehen, was nur ich sehen konnte, schloss ich die Augen und erzählte, was geschah.
Als ich die Augen wieder aufmachte, starrte mich die vierköpfige Joyce-Truppe an, als zeigte ich die Wundmale Jesu. Manchmal reagieren die Leute so, obwohl sie mich doch extra dafür engagiert haben.
Ich jage den Leuten Angst ein, fasziniere sie (wenn auch nicht immer auf eine gesunde Art und Weise) oder beides. Das mit der Faszination schien sich allerdings heute in Grenzen zu halten: Lizzies Freund Chip sah mich an, als trüge ich eine Zwangsjacke, und den drei Joyces stand der Mund offen. Alle schwiegen.
