
Aus diesem Grund müssen wir eine große Truppe von Sargträgern und Trauergästen beschäftigen. Außerdem braucht es Floristen und Grabarbeiter, Steinmetze und Gärtner, nicht zu vergessen die Pastoren. Die Pastoren sind ein Fall für sich. Es gibt, wie Ihnen klar sein dürfte, eine ganze Menge von Pastoren. Während die Menschheit sich zu den Sternen ausbreitete, haben ihre Religionsgemeinschaften sich immer wieder gespalten, und nun existieren mehrere Tausend Sekten und Glaubensbekenntnisse. Trotzdem jedoch kann die Mother Earth voller Stolz auf die Tatsache verweisen, daß kein Verstorbener in sein Grab gebettet wird, ohne daß das korrekte Begräbniszeremoniell genau jener besonderen Sekte vollzogen wird, welcher der liebe Tote angehörte. Um das gewährleisten zu können, müssen wir eine hohe Anzahl von Pastoren unterhalten, von denen jeder in seinem Bekenntnis Amt und Würde besitzt, und viele davon sind Mitglieder eher obskurer Sekten, so daß wir ihre Dienste nicht häufiger als zweimal im Jahr beanspruchen müssen. Dennoch, damit sie zur Verfügung stehen, sobald ein solcher Fall eintritt, zahlen wir ihre Gehälter ganzjährig. Natürlich stimmt es, daß wir gewisse Einsparungen machen könnten. Es ließen sich erhebliche Einsparungen durch den Einsatz von Erdbewegungsmaschinen zum Ausheben der Gräber realisieren. Aber wir stehen unerschütterlich fest in einer großen Tradition, und folglich zählen unsere Grabarbeiter nach Tausenden. Ferner ergäbe sich eine Ersparnis aus dem Gebrauch metallener Grabsteine, doch auch in dieser Hinsicht erkennen wir die Tradition an. Jeder Grabstein auf dem gesamten Friedhof ist aus dem Fels von Mutter Erde selbst handgemeißelt. Es gibt einen weiteren Aspekt, den viele verständnislos zu ignorieren geneigt sind. Einmal wird der Tag anbrechen - in ferner Zukunft, aber er
wird kommen -, da Mutter Erde voll ist, wenn jeder Fußbreit Boden den lieben Verstorbenen als letzte Ruhestätte dient. Dann wird unser Einkommen fortfallen, wogegen uns die Pflicht und die Kosten der weiteren Pflege verbleiben. Deshalb müssen wir, im Hinblick auf dieses Ende, alljährlich unseren Fond der Ewigen Pflege aufstocken, um sicherzugehen, daß niemals, so lange die Erde besteht, die Monumente des Ewigen Gedenkens, welche hier errichtet wurden, dem Vergessen und dem Verfall preisgegeben und ausgelöscht werden.«