Da versetzte sogleich der Vater lebhaft und sagte:

«Die Gesinnung ist löblich, und wahr ist auch die Geschichte,

Mütterchen, die du erzählst; denn so ist alles begegnet.

Aber besser ist besser. Nicht einen jeden betrifft es,

Anzufangen von vorn sein ganzes Leben und Wesen;

Nicht soll jeder sich quälen, wie wir und andere taten,

Oh, wie glücklich ist der, dem Vater und Mutter das Haus schon

Wohlbestellt übergeben und der mit Gedeihen es ausziert!

Aller Anfang ist schwer, am schwersten der Anfang der Wirtschaft.

Mancherlei Dinge bedarf der Mensch, und alles wird täglich

Teurer; da seh er sich vor, des Geldes mehr zu erwerben.

Und so hoff ich von dir, mein Hermann, daß du mir nächstens

In das Haus die Braut mit schöner Mitgift hereinführst;

Denn ein wackerer Mann verdient ein begütertes Mädchen,

Und es behaget so wohl, wenn mit dem gewünscheten Weibchen

Auch in Körben und Kasten die nützliche Gabe hereinkommt.

Nicht umsonst bereitet durch manche Jahre die Mutter

Viele Leinwand der Tochter, von feinem und starkem Gewebe;

Nicht umsonst verehren die Paten ihr Silbergeräte,

Und der Vater sondert im Pulte das seltene Goldstück:

Denn sie soll dereinst mit ihren Gütern und Gaben

Jenen Jüngling erfreun, der sie vor allen erwählt hat.

Ja, ich weiß, wie behaglich ein Weibchen im Hause sich findet,

Das ihr eignes Gerät in Küch' und Zimmern erkennet

Und das Bette sich selbst und den Tisch sich selber gedeckt hat.

Nur wohl ausgestattet möcht' ich im Hause die Braut sehn;

Denn die Arme wird doch nur zuletzt vom Manne verachtet,

Und er hält sie als Magd, die als Magd mit dem Bündel hereinkam.

Ungerecht bleiben die Männer, und die Zeiten der Liebe vergehen.



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