Bedachtsam trat Addie einen Schritt zurück. »Fang bloß nicht von Nigel an.«

»Nigel Danforth ist so attraktiv wie eine Investition in der Wüste Gobi.«

»Ich mag ihn.« Sie preßte die Lippen zusammen.

Arthur schnaubte. »Sich zu verantwortungslosen Männern hinge­zogen fühlen ist ein Laster der Frauen in eurer Familie. Nigel Dan­forth ist deiner nicht wert, und...«

Addie schob ihren Arm durch Harrys, während sie Arthurs Satz für ihn beendete: ».er hat es bloß auf dein Geld abgesehen, glaub mir.« Sie seufzte aufgebracht. »Ich muß mich fertigmachen. Wir können nach den Rennen darüber streiten.«

»Es gibt nichts zu streiten. Absolut nichts.« Arthurs Ton wurde milder. »Hals- und Beinbruch. Wir sehen uns nach den Rennen.«

»Bestimmt.« Addie bugsierte Harry zur Waage, während Arthur sich zu Fair und den anderen vergnügten Bahnrichtern begab. »Du wirst Nigel mögen - du kennst ihn noch nicht, oder? Arthur ist ein alter Trottel, wie immer.«

»Er ist besorgt um dich.«

»Na, prima.« Addies Miene hellte sich auf. »Nigel reitet für Mi­ckey Townsend. Hat gerade bei ihm angefangen. Ich hab ihm aber geraten, sich am Ende jedes Tages auszahlen zu lassen. Mickey hat gute Pferde, aber er ist ständig pleite. Nigel ist neu, verstehst du - er kommt aus England.«

Harry lächelte. »Amerikaner nennen ihre Söhne nicht Nigel.«

Addie überhörte die spöttische Bemerkung. »Er hat eine ganz wei­che Stimme. Wie Seide.«

»Wie lange bist du schon mit ihm zusammen?«

»Zwei Monate. Chark kann ihn nicht leiden, aber Charles der Sech­ste kann manchmal so verbohrt sein. Ich wollte, er und Arthur wür­den mich nicht dauernd bevormunden. Bloß weil ein paar von mei­nen früheren Freunden sich als Knallfrösche erwiesen haben.«



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