Harry lachte. »Tja, du weißt, man sagt, du mußt eine Menge Frö­sche küssen, bevor du den Prinzen findest.«

»Besser ein armer Prinz als ein reicher Frosch.«

»Addie, Geld spielt dabei keine Rolle.« Sie hielt inne. »Aber Dro­gen. Nimmt Nigel welche? Man kann nicht vorsichtig genug sein.« Harry war immer dafür, das Kind beim Namen zu nennen.

Addie sagte rasch: »Ich nehme keine Drogen mehr.« dann wechsel­te sie das Thema. »Sag, kommt Susan heute?«

»Später. Reverend Jones will auch kommen. Die ganze Crozet- Truppe. Wir müssen Bazooka anfeuern.«

Chark winkte seine Schwester zu sich.

»Hups. Der große Bruder sieht mich an.« Sie ließ Harrys Arm los. »Harry, wir sehen uns nach den Rennen. Ich möchte dir Nigel vor­stellen.«

»Also dann, bis nach den Rennen.« Harry ging, um sich ihren Po­sten zuweisen zu lassen.

Harry war wie üblich am östlichen Hindernis eingeteilt, das so hieß, weil es dem Osteingang zum Haupthaus am nächsten lag. Sie schwang sich über den Zaun zu den Zelten der Sponsoren, nahm sich ein Schinkenbrötchen und eine Tasse Tee, drehte sich zu schnell um, ohne hinzusehen, und stieß mit einem schlanken dunkelhaarigen Mann zusammen, der in Begleitung eines ihr bekannten Jockeys war.

»Verzeihung«, sagte sie.

»Schon wieder eine Frau, die über dich herfällt«, sagte Coty La­mont süffisant.

»Coty, du benutzt nicht das richtige Parfüm. Alter Mist zieht keine Frauen an.« Der andere Mann sprach mit leichtem englischem Ak­zent.

Harry, die Coty - den derzeit besten Jockey - flüchtig kannte, lä­chelte ihn an. »Ich rieche das gern, Coty.«

Er erkannte sie, weil sie gelegentlich bei anderen Hindernisrennen arbeitete. »Die Dame von der Post.«

»Mary Minor Haristeen.« Sie streckte die Hand aus.



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