
»Gern geschehen.« Mickey neigte seinen hübschen Kopf mit dem Bürstenschnitt, dann schlenderte er zum Führring.
»Charles, so geht das nicht«, ermahnte Arthur ihn streng.
»Ich bring das Ekel um.«
Arthur verdrehte die Augen himmelwärts. »Je mehr Widerstand du leistest, desto unwiderstehlicher wird er. Außerdem ist Adelia wie ein kleines Kind. Sie wird sich nicht mit Männern einlassen, die du attraktiv findest.«
»Ich finde Männer nicht attraktiv«, konterte Chark.
»Ist mir so rausgerutscht. Du weißt, was ich meine.« Arthur legte seinen Arm um Charks Schulter. »Beruhige dich. Wenn du diese absurde Romanze ignorierst, erledigt sie sich von selbst.« Die Pferde waren jetzt im Führring. »Hör zu, nach den Rennen muß ich den Papierkram vom großen Haus aus an den Verband faxen. Dürfte vielleicht eine Stunde dauern. Wollen wir uns hinterher im Keswick Club treffen und was trinken? Dann können wir uns unterhalten. Okay? Danach schauen wir bei Mims Party vorbei, denn wenn wir uns dort nicht blicken lassen, verbannt sie uns nach Sibirien.«
»Okay«, erwiderte Chark, der sich bemühte, seine aufgewühlten Emotionen in den Griff zu bekommen. »Aber ich kapier das einfach nicht.«
Arthur kicherte. »Das hält die Welt in Schwung. Sie denken nicht wie wir.«
Chark unterbrach ihn. »Sie denken überhaupt nicht.«
»Wie dem auch sei, Männer und Frauen sehen die Welt völlig unterschiedlich. Ich muß wieder auf meinen Turm. Um acht im Keswick Club.«
»Ja.« Chark lächelte den Mann an, der sein Ersatzvater geworden war, dann eilte er zum Führring. Addie, schon auf einem geschmeidigen Braunen namens Chattanooga Choo, tat, als sähe sie ihn nicht.
Nigel, in orangefarbenem Dreß mit drei königsblauen Ringen, ritt auf einem umwerfenden Kastanienbraunen neben ihr, als sie die Pferde bewegten.
Chark seufzte tief und beschloß, seiner Schwester keine Instruktionen für das dritte Rennen zu geben. Meistens ignorierte sie sie sowieso.
