»Laß ihn in Ruhe«, rief Addie ihrem Bruder nach. Sie öffnete die Zeltklappe und steckte den Kopf heraus. Sie war noch nicht fertig umgezogen und konnte sich nicht vollständig zeigen.

»Halt den Mund, Adelia.« Chark stieß ihren Kopf hinter die Klappe zurück, dann drehte er sich zu dem jungen Mann um. »Du verfluch­ter Schwindler - mich legst du nicht rein. Wäre meine Schwester keine Valiant, du würdest sie nicht mal grüßen.«

Addie steckte den Kopf wieder aus dem Zelt, zugleich tauchte Mi­ckey Townsend mit hochrotem Kopf am Schauplatz auf.

Arthur Tetrick beugte sich aus dem zweistöckigen Zielrichterturm herunter. »Mickey, nicht - « Er brach ab, weil ihm klar wurde, daß er sonst bloß eine noch größere Szene heraufbeschwören würde.

Der Jockey wollte sich von Chark abwenden, der aber packte ihn an der rechten Schulter und drehte ihn zu sich herum.

»Laß das.« Nigels Ton war schneidend und wütend.

»Laß die Finger von meiner Schwester.«

»Sie ist alt genug, um selbst zu entscheiden.«

Chark drohte Nigel mit dem Finger. »Du willst ihr Geld, du verlo­gener Sack Scheiße.«

»Verpiß dich«, brummte Nigel.

Chark holte aus, um ihn zu schlagen, doch Mickey Townsend pack­te Chark von hinten und zog ihn zurück. »Das könnt ihr später klä­ren.«

Chark drehte sich zu Mickey um, während Nigel zu Addie zurück­ging, die den Kopf wieder aus dem Zelt gesteckt hatte. Er schlüpfte zu ihr hinein, als drei andere Jockeys herausschlüpften.

»Einer wie der andere, alle hinter ihrem Geld her.« Chark wollte sich losreißen.

Mickey, bullig gebaut und kräftig, ließ nicht locker und zog ihn weiter fort. »Laß den Scheiß.«

Arthur, der vom Turm heruntergeeilt war, trat auf die beiden Män­ner zu. »Mickey, überlaß das mir.«

»Wie du willst.« Mickey entließ den jungen Mann aus seinem ei­sernen Griff.

»Danke für die Entschärfung einer peinlichen Situation.« Arthur nahm Charks Arm.



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