
»Einem Corgirichter oder einem Richter Corgi?« fragte Chark in neckischem Ton.
»Dem besten Corgi«, antwortete der kleine Hund lächelnd.
»Bist du bereit?« Harry sah Addie an, die demnächst einundzwanzig wurde und ihrem älteren Bruder in die Welt der Hindernisrennen gefolgt war. Er war der Trainer, sie der Jockey, begabt und mutig.
»Das ist unser Montpelier.« Sie strahlte, Sonne und Wind hatten bereits Falten in ihr junges Gesicht gegraben.
»Mim ist am aufgeregtesten von allen.« Chark lachte, weil Mim Sanburne, die mehr Pferde besaß, als sie zählen konnte, vor den Rennen nervöser auf und ab trippelte als die Pferde.
»Wir haben sie unterwegs überholt. Hatte den Anschein, als wollte sie zum großen Haus.« Harry meinte Montpelier.
»Ich weiß nicht, wie sie mit ihren Dutzenden von Komitees klarkommt. Ich dachte, Monticello sei ihr Lieblingsprojekt.« Fair fuhr sich mit den Händen durchs Haar, dann setzte er seine Kappe wieder auf.
»Ist es auch, aber sie hat versprochen, einige Kandidaten herumzuführen, und das Personal von Montpelier ist überlastet.« Harry mußte nicht erklären, daß in diesem Wahljahr jeder, der für ein öffentliches Amt kandidierte, und sei es als offizieller Hundefänger, eher sterben würde, als die Rennen zu verpassen und sich die Gelegenheit entgehen zu lassen, ein Foto von sich am Haus der Madisons in die Lokalzeitung zu bringen.
»So, ich muß in den Stall.« Chark klopfte Harry auf die Schulter. »Komm zu mir, wenn die Rennen vorbei sind. Ich hoffe, wir werden was zu feiern haben.«
»Klar.«
Fair, der von Colbert Mason, dem Präsidenten des Nationalen Jagd- und Hindernisrennverbandes, fortgerufen wurde, winkte und ließ Harry und Addie allein.
»Adelia!« rief Arthur Tetrick, dann bemerkte er Harry, und ein breites Lächeln ging über sein kantiges, feines Gesicht.
Während er herankam, um mit>den Mädels<, wie er sie nannte, zu plaudern, nickte und winkte Arthur den Leuten zu.
