
»Vergessen Sie Ihr Abzeichen nicht.« Mrs. Hogendobber, erheblich älter als Harry, neigte dazu, sie zu bemuttern.
»Keine Bange.« Harry steckte ihr Abzeichen an, ein grünes Band, auf das in Gold>Richter< aufgeprägt war. »Ich hab sogar eins für Tucker.« Sie befestigte es am Lederhalsband des Hundes.
Mrs. H. sah vorsichtig nach links und nach rechts, bevor sie auf Platz 175 fuhr, den Platz der Heptworths, der Familie von Harrys Mutter, die dem ersten Jagdrennen von Montpelier beigewohnt hatte, das 1928 auf einer Geländestrecke stattfand.
Harry und Tucker sprangen aus dem Wagen, duckten sich unter der weißen Absperrung hindurch, sprinteten über den weichen, gepflegten Rasen zu den anderen Bahnrichtern im Führring, den hohe Eichen zierten, deren Blätter noch orangerot und gelb gesprenkelt waren. In der Mitte standen ein kleines grünes Gebäude und ein Zelt, wo die Jockeys ihre Seidendressen anzogen und ihre Nummerndecken in Empfang nahmen. Entlang des Führrings waren in einem für die Sponsoren der Veranstaltung reservierten Bereich große gestreifte Zelte aufgestellt. Harry konnte den Schinken riechen, der in einem Zelt brutzelte, und hoffte, daß sie Zeit haben würde, hineinzuhuschen, um frische Schinkenbrötchen und eine Tasse heißen Tee zu sich zu nehmen. Obwohl es sonnig war, ließ ein leichter Wind ihr Gesicht frösteln.
»Harry!« Fair Haristeen, ihr Exmann und der Rennbahntierarzt, schritt auf sie zu; er sah aus wie Thor persönlich.
»Hi, Schatz. Ich bin zu allem bereit.«
Bevor der blonde Riese antworten konnte, kamen Chark Valiant und seine Schwester Adelia vorbei.
Chark, so genannt, weil er der sechste Charles Valiant war, umarmte Harry. »Wie schön, dich zu sehen, Harry. Das ist ein großartiger Tag für Hindernisrennen.«
»Allerdings.«
»Ach, sieh an, Tucker.« Addie kniete sich hin, um sie zu streicheln. »Deinem Richterspruch vertraue ich allezeit.«
