
Da Kris leidenschaftlicher Hobbyflieger war, stieg er an freien Tagen oft in seine Maschine und flog weite Stre-cken, um mit ihm wohlgesinnten Farmern zu Mittag zu essen. Sie holten ihre Schafe von den Wiesen, damit er landen konnte, und einer hatte sogar einmal eine ganze Zeile Trauerweiden gekappt, um ihm einen sicheren Start zu ermöglichen.
Dreimal hatte ich ihn auf solchen Ausflügen in die Landwirtschaft begleitet, doch meine eigene Fangemeinde bestand, wenn man von Kindern absah, die im Freien Geburtstag feiern wollten, hauptsächlich aus Pferdefreunden. Wie es schien, wandten sich besonders gern Trainer an mich, die ideale Bodenbedingungen für ihre schnellen Hoffnungsträger suchten, obwohl wir für bestimmte Rennen sowieso schon Vorhersagen lieferten.
Es kam vor, daß mich ein Trainer auf dem Anrufbeantworter fragte:»Montag nachmittag habe ich einen vielgetippten Starter in Windsor; kann ich mit festem Boden rechnen?«oder mir sagte:»Ich gebe meinen Steepler morgen nur für die 7200 Meter an, wenn Sie mir garantieren, daß es bis dahin regnet. «Es konnten Leute von Ponyclubs und Turnierveranstalter sein oder auch Polovereine, die Schönwetter versprochen haben wollten. Manchmal waren es Züchter, die Stuten nach Irland verschifften und auf eine ruhige Überfahrt hofften, vor allem aber waren es Rennvereine, die wissen wollten, ob sie ihre Bahn wässern sollten oder nicht, damit sie in den nächsten Tagen guten Boden hatten. War guter Boden zu erwarten, schickten die Trainer ihre Pferde. Traten viele Pferde an, kamen die Zuschauer in Scharen. Guter Boden war Gold für die Rennsportindustrie; und wehe dem Wetterfrosch, der die Wolken falsch auslegte.
