
Als Martha Hale die Sturmtür aufmachte und ihr der Nordwind schneidend ins Gesicht fuhr, lief sie schnell wieder hinein, um ihren dicken Wollschal zu holen.
Während sie ihn sich hastig um den Kopf wand, ließ sie den Blick schockiert über ihre Küche gleiten. Nichts Gewöhnliches war es, was sie von hier fortrief – wahrscheinlich weiter entfernt vom Gewöhnlichen als alles, was sich im Dickson County je zugetragen hatte.
Doch ihr Blick registrierte bloß die Tatsache, dass sich ihre Küche nicht in einem Zustand befand, in dem man sie zurücklassen konnte: Ihr Brotteig war bereit zum Mischen, das Mehl halb gesiebt, halb ungesiebt.
Sie hasste den Anblick von halbfertigen Dingen. Doch war sie gerade mitten in der Arbeit gewesen, als das Gespann aus der Stadt vorgefahren war, um Mr. Hale abzuholen, und dann kam der Sheriff auch noch hereingerannt und sagte, seine Frau hätte Mrs. Hale gern dabei — wobei er grinsend hinzufügte, sie hätte vermutlich Angst und wollte deshalb noch eine andere Frau mitnehmen. Also hatte sie einfach alles stehen und liegen lassen.
«Martha!«, war nun die ungeduldige Stimme ihres Gatten zu hören.»Lass doch die Leute hier draußen in der Kälte nicht warten.« Sie öffnete wieder die Sturmtür, diesmal um sich zu den drei Männern und der Frau zu gesellen, die in dem geräumigen Einspänner auf sie warteten.
Nachdem sie die wärmenden Decken um sich festgestopft hatte, musterte sie die Frau etwas genauer, die neben ihr auf dem Rücksitz saß.
