
«Wollen Sie damit andeuten, sie vertrugen sich nicht besonders gut miteinander?«, beeilte er sich zu fragen.
«Nein, damit will ich überhaupt nichts andeuten«, entgegnete sie nachdrücklich. Etwas von ihm abgewandt, fügte sie hinzu:»Ich glaub aber nicht, dass John Wrights Gegenwart dazu angetan war, ein Haus heimeliger zu machen.« «Darüber möchte ich mit Ihnen später reden, Mrs. Hale«, sagte er.»Jetzt will ich unbedingt das obere Stockwerk in Augenschein nehmen.« Er ging auf die Tür zur Treppe zu, gefolgt von den beiden Männern.
«Ich nehme an, was Mrs. Peters macht, ist in Ordnung?«, erkundigte sich der Sheriff.»Sie soll ihr nämlich ein paar Kleider mitbringen — und ein paar andere Kleinigkeiten.
Wir mussten gestern so überstürzt weg.« Der Bezirksstaatsanwalt betrachtete die beiden Frauen, die sie nun inmitten des Küchenkrams allein ließen.
«Ja — Mrs. Peters«, sagte er, und sein Blick verweilte auf der Frau, die nicht Mrs. Peters war, auf der grobknochigen Farmerfrau, die hinter der Frau des Sheriffs stand.
«Mrs. Peters ist natürlich eine von uns«, sagte er in einem Ton, der ihr Verantwortung auferlegte.»Und, Mrs. Peters, haben Sie doch auch ein Auge auf alles, was uns eventuell nützlich sein könnte. Man kann nie wissen, ihr Frauen entdeckt vielleicht einen Hinweis auf das Tatmotiv — und das ist genau das, was wir brauchen.« Mr. Hale rieb sich das Gesicht wie ein Alleinunterhalter, der gleich einen Witz machen will.
«Würden die Frauen denn einen Hinweis erkennen, wenn sie darauf stoßen?«, fragte er, bevor er den anderen durch die Tür zur Treppe folgte.
Die Frauen blieben reglos und schweigend stehen und lauschten den Schritten, erst auf der Treppe, dann im Zimmer über ihnen.
Und dann, als wollte sie sich von etwas Fremdem befreien, begann Mrs. Hale die schmutzigen Töpfe unter dem Spülbecken wieder ordentlich hinzustellen, die der verächtliche Fußtritt des Staatsanwalts durcheinander gebracht hatte.
