
»Das schuften wir diese Woche locker wieder runter«, sagte sie stattdessen.
»Schon toll, wenn man seinen Urlaub mit Müh und Plag verbringt.«
»Es wird dir gefallen.«
»Klar doch. Es würde mir dann super gefallen, wenn Robert Redford zu unserem Lagerfeuer käme, ich ihn mit meinem Esprit und Charme glatt umhaue und er mich mitnimmt. Aber bei meinem Glück würde er sich in dich verknallen.«
»Ich würde ihn mit dir teilen.«
Als die Eisbecher leer waren, bestellten sie Kaffee.
Danach müssen wir gehen, dachte Neala. Zurück zum Auto. Zurück auf die schmale, dunkle Straße durch die Wälder.
Wir können nicht die ganze Nacht hierbleiben.
Sie beobachtete, wie die Kellnerin die hölzerne Eingangstür schloss. Durch das Fenster sah sie, dass die Abenddämmerung angebrochen war. Der Schotter des Parkplatzes zeichnete sich als verschwommenes Grau ab. Auf der anderen Straßenseite blinkte das Schild des Sunshine Motor Inn in tristem Blau. Es zeigte an, dass Zimmer frei waren.
Ihr Blick begegnete jenem Sherris.
»Kommt nicht infrage«, sagte Sherri.
»Ich weiß. Ich will auch nicht bleiben. Ich will nicht gehen und ich will nicht bleiben.«
»Wir werden uns wesentlich besser fühlen, sobald wir einige Meilen hinter uns haben.«
Neala nickte zustimmend.
»Aber bevor wir irgendetwas tun, muss meine Wenigkeit mal aufs Klo.«
Während sie weg war, trank Neala eine weitere Tasse Kaffee.
Als Sherri zurückkam, ging Neala. Die Toilette, die sich im hinteren Bereich des Lokals befand, erwies sich als sauber und angenehm. Sollte sie auch sein, dachte Neala. Immerhin scheint das Lokal stinkreichen Leuten zu gehören.
