Sie kehrte zum Tisch zurück. Sherri hatte das Trinkgeld bereits hingelegt. Sie brachten die Rechnung zur Kasse. Diesmal war Neala mit dem Bezahlen an der Reihe.

Für unterwegs kaufte sie noch zwei Packungen Minz­bonbons.

Die Kellnerin ließ Wechselgeld in ihre Hand rieseln. »Beehrt uns bald wieder«, sagte sie.

Sherri griff nach dem Türknauf und versuchte, ihn zu drehen. Er rührte sich nicht. Sie versuchte es erneut. »He, Miss?«, rief sie zur Kellnerin.

Die Köpfe aller Gäste an der Theke drehten sich ihnen zu.

»He, Miss, die Tür klemmt.«

Die Gäste starrten sie an. Ein paar der Jüngeren lächelten, die meisten jedoch schauten düster drein.

»Die klemmt nicht, Schätzchen. Sie ist abgesperrt.«

Neala spürte, wie blanke Angst ihre Eingeweide zusammen- krampfte.

»Wie wär's damit, sie aw/zusperren?«, fragte Sherri.

»Ich fürchte, das kann ich nicht tun.«

»Ach ja? Und warum nicht?«

»Weil ihr beide hierbleibt.«

Mit einem breiten Grinsen wandte sich die Kellnerin den anderen Gästen zu - denselben Gästen, wie Neala plötzlich erkannte, die bereits an der Theke gesessen hatten, als Sherri und sie vor so langer Zeit angekommen waren.

Schweigend kletterten vier der Männer von ihren Hockern. 

KAPITEL 2


Lander Dills schaltete das Fernlicht aus, als sich um eine Kurve ein Wagen näherte. Als das Fahrzeug verschwunden war, schaltete er es wieder ein und verdoppelte so die Helligkeit der Straße und des Walds vor ihm.

»Das ist der Urwald«, verkündete er. »Murmelnde Kiefern und Schierling.«

»Das ist Dad, wenn er sein Evangeline-Programm abspult«, sagte Cordelia auf dem Rücksitz zur Erklärung für Ben. »Er hat regelmäßig dichterische Anwandlungen.«

»Macht doch nichts«, meinte Ben.



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