
»War's das?«, fragte einer der Männer, die Sherri festhielten.
»Schätze schon«, antwortete die Kellnerin.
Neala hörte ein metallisches Rasseln. Ihr linker Arm wurde nach unten gezerrt. Eine Handschelle berührte ihr Handgelenk und wurde mit einem kurzen, ratschenden Geräusch geschlossen. Die zweite Handschelle wurde Sherri angelegt.
»Alles klar, Ladys, gehen wir.«
Jemand stieß Sherri. Sie stolperte vorwärts. Die Kette
spannte sich und zerrte an Nealas Handschelle. Die scharfkantigen Ränder gruben sich in Nealas Fleisch. Sie taumelte vorwärts und versuchte, dicht bei Sherri zu bleiben, damit es nicht noch einmal passierte.
»Ich komme mit«, verkündete der sommersprossige Junge.
»Perversling«, schalt ihn das Mädchen.
Mit Nealas Schuhen an den Füßen sprang er von der Theke und rannte zur Hintertür des Lokals. Er hielt sie auf, als die Männer erst Sherri, dann Neala hinausführten.
»Wohin bringt ihr uns?«, wollte Sherri wissen. Für Neala hörte sie sich bemerkenswert ruhig an.
Die Männer antworteten nicht. Sie hatten von Anfang an kaum etwas gesagt. Alle vier verhielten sich still und ernst, als führten sie eine unangenehme Pflicht aus.
Der Junge lief voraus. Am Heck eines alten Pritschenwagens versuchte er, die Klappe zu öffnen. Er mühte sich noch erfolglos damit ab, als einer der Männer bei ihm ankam und ihm half. Zusammen öffneten sie die Klappe. Sie fiel mit einem Scheppern herab, das in der Stille der Nacht laut widerhallte.
