Sätze, die dieser Schwachsinnige aneinandergereiht hatte, ergaben keinen Sinn mehr. Ganze Absätze waren herausge­strichen worden. Zeitliche Abfolgen waren durcheinander­geraten. Durch Änderungen an der Zeichensetzung waren grammatikalische Fehler entstanden. Ich kann gar nicht beschreiben, wie übel der Roman verstümmelt worden war. Ich war davon dermaßen erschlagen und frustriert, dass ich einmal tatsächlich in Tränen ausgebrach.

Richard Laymon

Er korrigierte jeden einzelnen Fehler und schickte das Manuskript zurück. Danach wurde ihm mitgeteilt, dass es Warner ein Vermögen kosten würde, die Fehler auszu­bessern, und dies daher nicht infrage käme. Das Chaos wurde unverändert veröffentlicht und verkaufte sich nicht gut. Mein Vater meinte immer, das hätte wahrscheinlich nicht an den Änderungen gelegen; allein der Umschlag hätte gereicht, um die Leute davon abzuhalten, das Buch über­haupt erst aufzuschlagen. Ein winziger Hoffnungsschimmer war, dass die Fehler für spätere, britische Ausgaben beseitigt wurden. Und das Buch eine wesentlich bessere Umschlags­gestaltung erhielt.

Diese Geschichte ist die Erklärung meines Vaters dafür, dass er fast 20 Jahre lang in Großbritannien erfolgreich war, in den Vereinigten Staaten jedoch außer in Anthologien und bei Kleinverlagen nirgendwo erschien. Seine Verkaufs­chancen waren im Eimer und so etwas verfolgt einen Autor jahrelang.

Das war so ziemlich das Ende der Geschichte.

Bis jetzt.

Die Fassung, die Sie gleich lesen werden, ist jene, die Warner Books ursprünglich vorgelegt wurde und für die Dean Koontz und Gary Brandner lobende Worte fanden. (Und da wir schon dabei sind, die Dinge richtigzustellen, sind ihre Zitate auf dieser Ausgabe zu finden!)

Wer die Warner-Ausgabe gelesen hat, wird feststellen, dass sich die beiden Bücher ab etwa Kapitel 8 stark vonein­ander unterscheiden.



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