
Der Mann zu Nealas Füßen ergriff das Wort. »Was ist bloß in dich gefahren, Robbins? Der Junge wollte doch nur ein bisschen Gefühl für Frauen bekommen. Wieso bist du auf einmal so empfindlich? Letzte Woche hast du ihm noch geholfen. Du bist dem Mädchen auf die Hand gestiegen, schon vergessen?«
»Auch darauf bin ich nicht besonders stolz.«
»Scheiße, bist du plötzlich religiös geworden? Oder ist's etwas anderes?«
»Etwas anderes.«
Der Wagen schlingerte, als er auf einen Trampelpfad bog. Über dem Fahrzeug wurde das Blätterdach des Walds dichter und sperrte das Mondlicht aus.
KAPITEL 4
»Wer will einen Schlummertrunk?«, fragte Lander, nachdem sie ihre Koffer in Bungalow Zwölf getragen hatten.
»Du meinst 'ne Pepsi?«, hakte Cordelia nach.
»Was immer du möchtest. Pepsi, 7-Up, auch etwas Härteres. Wir heben ein paar, um Ben und mich für den langen Weg zurück zu Nummer Drei zu stärken.«
»Dad versucht, uns zu besänftigen«, erklärte sie Ben.
Lander öffnete seine Reisebar. »Für mich Wodka«, verkündete er und lächelte über die Bemerkung seiner Tochter. Immerhin hatte sie recht. Sie mochte eine Besserwisserin und sexbesessen sein, aber sie war nicht dumm. »Einen Manhattan?«, fragte er Ruth.
»Das wäre jetzt genau richtig.«
»Was hättest du gern, Ben?«
Cordelia grinste den Jungen an. »Mach dir keine Hoffnungen«, sagte sie. »Das bekommst du heute Nacht nicht.«
Erfreut stellte Lander fest, dass Ben errötete.
»Nur 'ne Pepsi.«
»Wir haben kein Eis«, stellte Ruth fest.
Cordelia lächelte. »Ich habe neben dem Büro eine Eismaschine gesehen.«
