
Das einzige, was Catherine davon abhielt, sich sofort mit Ron einzulassen, war die Tatsache, dass er von ihr überhaupt keine Notiz nahm. Jedes Mal, wenn sie im Schulkorridor an ihm vorüberging, klopfte ihr Herz wild. Sie dachte sich etwas Kluges und Herausforderndes aus, was sie zu ihm sagen würde, damit er sich mit ihr verabredete. Doch wenn sie sich ihm näherte, war ihre Zunge wie gelähmt, und sie gingen schweigend aneinander vorüber.
Das finanzielle Problem wurde jetzt brennend. Seit drei Monaten war die Miete überfällig, und der einzige Grund, weshalb sie nicht an die Luft gesetzt worden waren, lag darin, dass die Hausbesitzerin von Catherines Vater und seinen bombastischen Plänen und Erfindungen bestrickt war. Wenn Catherine ihm zuhörte, wurde sie von bitterer Traurigkeit erfüllt. Er war immer noch der alte, heiter, optimistisch, aber sie konnte hinter die löcherige Fassade blicken. Der wunderbare, sorglose Charme, der allem, was er tat, immer eine Patina von Frohsinn gegeben hatte, war verblichen. Er erinnerte Catherine an einen kleinen Jungen im Körper eines Mannes mittleren Alters, der Geschichten von der glorreichen Zukunft zusammenphantasierte, um die schäbigen Niederlagen der Vergangenheit zu verbergen. Mehr als einmal hatte sie es erlebt, dass er eine Dinner Party für ein Dutzend Leute bei
Henrici gab und am Schluss einen seiner Gäste quietsch vergnügt beiseite nahm und ihn anpumpte, um die Rechnung, plus einem fürstlichen Trinkgeld natürlich, bezahlen zu können.
