Der Hauptmann der Wache umfasste Grants enthaarten Kopf mit seinen großen, fleischigen Händen und stieß ihn mit dem Gesicht in den Tank dicker, öliger Flüssigkeit.

Grant presste die Augen zu und hielt den Atem an, bis er das Gefühl hatte, seine Brust müsse zerspringen. Er brannte innerlich, erstickte, ertrank. Der Schmerz war unerträglich. Er konnte nicht atmen. Er wagte nicht zu atmen. Ganz gleich, was sie ihm gesagt hatten, er wusste im innersten Kern seines Wesens, dass ihn dies umbringen würde.

Keine Luft! Kann nicht atmen!

Der Reflex überwältigte seinen Verstand. Gegen seinen Willen und trotz seines Schreckens musste er Atem holen. Und würgte. Er wollte schreien, um Hilfe oder Gnade rufen. Eisige Flüssigkeit füllte seine Lungen. Sein ganzer Körper verkrampfte und schüttelte sich in einem letzten Aufbäumen von Hoffnung und Lebenswillen, doch dann stießen sie seinen nackten Körper mit einem letzten erbarmungslosen Stoß ganz in den Tank, und er sank hinab, tiefer und tiefer.

Er öffnete die Augen. Es gab Lichter da unten. Er atmete! Hustete und würgte, gequält von unkontrollierbaren Krämpfen. Aber er atmete. Die Flüssigkeit füllte seine Lunge und er konnte sie atmen. Genau wie gewöhnliche Luft, hatten sie ihm gesagt. Eine Lüge, eine bösartige Lüge. Sie war kalt und dick, völlig fremdartig, schleimig und grässlich.

Aber er konnte atmen.

Er sank zu den Lichtern hinab, blinzelte in ihr grelles Licht und sah, dass dort andere nackte, haarlose Körper auf ihn warteten.

»Willkommen in der Mannschaft«, dröhnte eine sarkastische Stimme in seinen Ohren, tief, langsam und hallend.

Eine andere Stimme, nicht so laut, aber in einem noch tieferen Basso profundo, sagte: »In Ordnung, machen wir ihn bereit für die Chirurgie.«



2 из 398