
EinButler in Livree öffnete ihr die Tür.»Guten Abend, Miß Whitney. «DerButler weiß, wie ich heiße. Ist das ein gutes Zeichen oder ein schlechtes?» Darf ich Ihnen den Mantel abnehmen?«DerButler führte Tracy durch eine marmorne Eingangshalle, die ihr zweimal so groß vorkam wie die ganzeBank. O Gott, dachte sie in plötzlicher Panik. Ichbin falsch angezogen! Ich hätte doch das Yves‑Saint‑Laurent‑Kleid nehmen sollen. Als sie in dieBibliothek trat, spürte sie, wie sich eine Laufmasche an der Ferse ihrer Strumpfhose löste. Und dann stand sie Charles' Eltern gegenüber.
Charles Stanhope senior war fünfundsechzig oder sechsundsechzig. Er sah streng aus. Und wie der Erfolgsmensch überhaupt. Wenn man ihnbetrachtete, wußte man, wie sein Sohn in dreißig Jahren aussehen würde. Er hattebraune Augen wie Charles, ein energisches Kinn und schüttere weiße Haare. Tracy mochte ihn sofort. Das war der ideale Großvater für ihr Kind.
Charles' Mutter wirktebeeindruckend. Sie war ziemlich klein und mollig, aber sie hatte etwas Königliches an sich. Sie sieht solide und zuverlässig aus, dachte Tracy. Sicher eine wunderbare Großmutter!
Mrs. Stanhope streckte Tracy die Hand entgegen.»Wie nett von Ihnen, meine Liebe, daß Sie zu uns gekommen sind. Wir haben Charles gebeten, ein paar Minuten mit Ihnen alleine sprechen zu dürfen. Sie haben doch nichts dagegen?«
