«Natürlich hat sie nichts dagegen«, sagte Charles' Vater.»Nehmen Sie Platz… Tracy, ja?«

«Ja, Sir.«

Charles' Eltern setzten sich auf eine Couch ihr gegenüber. Warum habe ich das Gefühl, ich müßte gleich ein Verhör über mich ergehen lassen? Tracy hatte die Stimme ihrer Mutter im Ohr: Gott lädt dir nie mehr auf, als du tragen kannst, Kind. Du mußt es schrittweise angehen, eins nach dem andern.

Tracys erster Schritt war ein dünnes Lächeln, das ihr völlig

schief geriet, weil sie im selben Moment spürte, wie die Laufmasche in ihrer Strumpfhose zum Knie hinaufwanderte.

«Also!«Mr. Stanhopes Stimme klang jovial.»Sie und Charles wollen heiraten.«

Das Wort wollenbeunruhigte Tracy. Charles hatte seinen Eltern doch sicher gesagt, daß sie auf jeden Fall heiraten würden.»Ja«, sagte Tracy.

Mrs. Stanhope räusperte sich.»Besonders lange kennen Sie und Charles sich eigentlich nicht, oder?«

Tracy empfand einen leisen Groll und kämpfte dagegen an. Ich hatte recht. Es wird tatsächlich ein Verhör.

«Lange genug, um zu wissen, daß wir uns lieben, Mrs. Stanhope.«

«Lieben?«murmelte Mr. Stanhope.

Mrs. Stanhope hobihre Augenbrauen.»Um ganz ehrlich zu sein, Miß Whitney — Charles' Ankündigung hat uns doch etwas schockiert. «Sie lächelte milde.»Charles hat Ihnen gewiß von Charlotte erzählt?«Sie sah Tracys fragenden Gesichtsausdruck.»Also nicht. Charlotte und er sind gemeinsam aufgewachsen. Sie waren immer sehr vertraut miteinander, und — nun ja, eigentlich haben alle erwartet, daß sie sich dieses Jahr verloben würden.«

Es war nicht nötig, Charlotte zubeschreiben. Tracy hätte einBild von ihr malen können. Wohnte in der Nachbarvilla. Reich. Derselbe soziale Hintergrund wie Charles. Eliteschulen. Eliteuniversitäten. Liebte Pferde und gewann Pokale.

«Erzählen Sie uns von Ihrer Familie«, schlug Mr. Stanhope vor.



11 из 393