
Mein Gott, das ist wie eine Szene aus einem alten Film, dachte Tracy wütend. Ichbin Rita Hayworth undbegegne Cary Grants Eltern zum ersten Mal. Ichbrauche einen Drink. In den alten Filmen kam immer als letzte Rettung derButler mit Drinks.
«Wo sind Sie her, meine Liebe?«erkundigte sich Mrs.
Stanhope.
«Aus Louisiana. Mein Vater war Automechaniker. «Dieser Zusatz wäre nicht nötig gewesen, aber Tracy konnte der Versuchung nicht widerstehen. Zum Teufel mit diesem aufgeblasenen Paar. Sie war stolz auf ihren Vater.
«Automechaniker?«Charles' Eltern starrten sie an.
«Ja. Er hat eine kleine Fabrik in New Orleans aufgemacht und sie mit der Zeit zu einem recht stattlichenBetriebausgebaut. Als er vor fünf Jahren starb, hat meine Mutter die Firma übernommen.«
«Und was stellt diese… äh… Firma her?«
«Auspufftöpfe und anderes Autozubehör.«
Mr. und Mrs. Stanhope tauschten einenbedeutungsvollenBlick und sagten wie aus einem Munde:»Aha!«
Ihr Ton ließ Tracy erstarren. Wie lang es wohl dauern wird, bis ich diebeiden mag? fragte sie sich. Sieblickte in die zwei teilnahmslosen Gesichter ihr gegenüber undbegann zu ihrem eigenen Entsetzen aufs Geratewohl draufloszuplappern.»Meine Mutter wird Ihnenbestimmt gefallen. Sie ist schön und intelligent und sehr charmant. Sie kommt auch aus dem Süden. Sie ist sehr klein, ungefähr so groß wie Sie, Mrs. Stanhope…«Das Schweigen war derart drückend, daß Tracy verstummte. Dann gabsie ein kleines, albernes Gelächter von sich und verstummte abermals unter Mrs. Stanhopes starremBlick.
Schließlich sagte Mr. Stanhope ausdruckslos:»Wie uns Charles mitteilt, sind Sie schwanger.«
Oh, wie sehnlich wünschte sich Tracy, er hätte es ihnen nicht mitgeteilt! Sie waren so ablehnend! Als hätte ihr Sohn überhaupt nichts damit zu tun, als wäre es ein Makel, schwanger zu sein. Jetzt weiß ich, was ich hätte tragen sollen, dachte Tracy. EinBüßerhemd.
