Tracybeobachtete, wie der Wachmann derBank neueBlankoformulare zur Ein- und Auszahlung in die Metallständer auf den sechs Tischen steckte, die am Mittelgang der Schalterhalle aufgereiht waren. Die Stammkundschaft derBank erhielt Einzahlungsbelege mit einem persönlichen Kode auf Magnetstreifen im unteren Feld des Formulars. Wenn eine Einzahlung vorgenommen wurde, buchte der Computer denBetrag automatisch auf das richtige Konto. Doch es geschah oft, daß Kunden ohne ihre Einzahlungsbelege in dieBank kamen. Dannbenutzten sieBlankoformulare.

Der Wachmannblickte auf die Wanduhr. Die Zeiger rückten auf 9 Uhr, und er ging zur Tür und schloß sie fast feierlich auf.

DerBankalltag hattebegonnen.

In den nächsten Stunden war Tracy so sehr am Computerbeschäftigt, daß sie an nichts anderes denken konnte. Bei jeder telegrafischen Überweisung mußte nachgeprüft werden, obsie fehlerfrei war. Wenn ein Kontobelastet wurde, tippte

Tracy die Kontonummer, denBetrag und dieBank ein, auf die das Geld überwiesen werden sollte. JedeBank hatte ihre eigene Leitzahl, und dieBankleitzahlen aller größerenBanken der Welt waren in einem Verzeichnis zum Dienstgebrauch aufgeführt.

Der Vormittag verging wie im Flug, und Tracy wollte in der Mittagspause zum Friseur. Zu einem teuren, aber das würde sich hoffentlich lohnen. Charles' Eltern sollten sie von ihrerbesten Seite sehen. Ich muß sie dazubringen, daß sie mich mögen, dachte Tracy. Es ist mir egal, wen sie für ihn ausgesucht haben. Niemand kann Charles so glücklich machen wie ich.

Es war 13 Uhr. Tracy schlüpfte gerade in ihren Regenmantel, als Clarence Desmond sie in seinBüro rief. Desmond war die Idealverkörperung einesBankmannes; hätte die Philadelphia Trust and FidelityBank im Fernsehen Werbung gemacht, so wäre er der perfekte Sprecher gewesen. Er war immer konservativ gekleidet, hatte etwas von einer soliden, altmodischen Autorität und wirkte absolut vertrauenswürdig.



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