
Bolitho blickte Little an.»Wir sprechen uns später. Jetzt lassen Sie die Leute antreten. Wir haben noch mehrere Meilen bis zum nächsten
Ort.»
Als er sich umdrehte, sah er mit Verwunderung, wie der kleine Schausteller auf den Boxer losging. Letzterer stand da wie zuvor, als ob er sich die ganze Zeit nicht bewegt hätte oder gar zu Boden geworfen worden wäre.
Der Schausteller ergriff eine kurze Kette und schrie:»Das ist für deine verdammte Dummheit!«Die Kette landete klirrend auf dem nackten Rücken des Mannes.»Und dies dafür, daß du mich um mein Geld gebracht hast. «Wieder schlug er zu.
Little schaute Bolitho unbehaglich an.»Hier, Sir, ich gebe dem Burschen sein Geld zurück. Ich kann's nicht mit ansehen, daß der arme Kerl wie ein Hund verprügelt wird.»
Bolitho mußte heftig schlucken. Der große Preisboxer hätte seinen Peiniger mit einem einzigen Schlag töten können. Aber vielleicht war er schon so weit abgestumpft, daß er weder Schmerz noch sonst etwas empfand.
Bolitho hatte einfach genug. Erst dieser schlechte Auftakt auf der Destiny, dann sein Mißerfolg bei der Rekrutierung — und nun dieser entwürdigende Anblick. Er brachte das Faß einfach zum Überlaufen.
«Sie da, hören Sie sofort auf!«Bolitho machte ein paar Schritte vorwärts, während ihm seine Leute teils bewundernd, teils amüsiert zuschauten.»Legen Sie die Kette augenblicklich hin!»
Der Schausteller schien zunächst eingeschüchtert, gewann aber schnell sein früheres Selbstvertrauen zurück. Von einem so jungen Leutnant hatte er nichts zu befürchten, erst recht nicht hier in der Gegend, wo er oft auftrat und beliebt war.
«Es ist mein gutes Recht!»
Little knurrte:»Überlassen Sie den Lumpen mir, Sir. Ich werde ihm sein >gutes Recht< zeigen!»
Die Angelegenheit schien Bolitho aus den Händen zu gleiten. Einige Dorfbewohner waren hinzugekommen, und Bolitho sah schon seine Leute in eine regelrechte Schlacht mit der Bevölkerung verwickelt, bevor sie sich zu ihrer Barkasse durchschlagen konnten.
