
Er drehte dem frechen Schausteller den Rücken zu und trat an den Boxer heran. Aus der Nähe wirkte er sogar noch größer, aber statt seiner Größe und Muskeln sah Bolitho nur die Augen, die halb unter vernarbten Brauen verborgen lagen.
«Sie wissen, wer ich bin?»
Der Mann nickte, wobei sein Blick auf Bolithos Mund gerichtet war, als lese er die Worte dort ab.
Freundlich fragte Bolitho:»Wollen Sie in den Dienst des Königs treten? Auf der Fregatte Destiny in Plymouth?«Er stockte, als er das mühsame Verstehen in den Augen des Mannes sah.»Wollen Sie mit mir kommen?«Genauso langsam, wie der Mann nickte, nahm er — ohne einen Blick auf den mit offenem Mund dastehenden Schausteller zu werfen — sein Hemd und eine kleine Tasche auf.
Bolitho wandte sich zu dem Schausteller um, sein Ärger war nun dem Gefühl billigen Triumphes gewichen. Wenn sie das Dorf hinter sich hatten, würde er den Boxer sowieso freilassen.
Der Schausteller schrie:»Das können Sie nicht machen!»
Little näherte sich ihm drohend.»Hör auf, Kamerad! Mehr Respekt vor einem Offizier des Königs, oder…«Er ließ keinen Zweifel über das» Oder».
Bolitho befeuchtete sich die Lippen.»Antreten, Leute! Korporal, übernehmen Sie das Kommando!«Er sah, daß der Boxer die Seeleute beobachtete, und fragte:»Ihr Name? Wie heißen Sie?»
«Stockdale, Sir. «Selbst der Name kam nur mühsam heraus, seine Stimmbänder mußten in vielen Kämpfen Schaden gelitten haben, so daß sie nur noch heisere Töne hervorbrachten.
Bolitho lächelte ihm zu.»Also Stockdale. Ich werde Sie nicht vergessen. Sie können uns verlassen, wann Sie wollen. «Er blinzelte Little zu.»Jedenfalls bevor wir unser Boot erreichen.»
Stockdale schaute den kleinen Schausteller an, der auf einer Bank saß und die Kette noch immer in der Hand baumeln ließ. Dann brach es keuchend aus ihm heraus:»Nein, Sir, ich werde Sie nicht verlassen. Jetzt nicht und nie.»
