
«Ihr Kapitän spricht gut von Ihnen. «Colquhoun raschelte mit den Papieren.»Recht gut.»
Bolitho versuchte, die Trockenheit in seiner Kehle nicht durch Schlucken zu verraten. Kapitän Pears von der Trojan hatte ihm seine Beurteilung an Bord der Prise mitgegeben. Hätte er von seinem späteren Glück in dem Gefecht mit dem Kaperschiff gewußt, wäre sein Bericht vielleicht noch günstiger ausgefallen. Alles kam ihm nun sehr sonderbar vor. In den drei Jahren an Bord des Linienschiffes hatte er seinen Kapitän niemals wirklich verstanden. Manchmal hatte er geglaubt, Kapitän Pears könnte ihn nicht leiden und hätte seine Anstrengungen allenfalls geduldet. Aber jetzt auf diesem Schreibtisch und unter den Augen eines neuen Vorgesetzten zeigten Pears' Worte ihn in einem anderen Licht.
«Danke, Sir!»
«Hmph!«Colquhoun erhob sich und machte einige Schritte gegen den Tisch hin, besann sich dann aber eines anderen, ging zum Fenster und starrte, wie in Gedanken verloren, zum Ankerplatz hinunter.
«Ich habe Befehl, Ihnen Ihre Einsatzorder zu übergeben. Für Sie wird es nun darauf ankommen, Ihren Wert zu beweisen. Statt um Ihren eigenen Vorteil zu kämpfen, werden Sie Befehlen zu gehorchen haben.»
Bolitho wartete. Es war unmöglich, diesen Mann zu durchschauen.»Seit der militärischen Katastrophe bei Saratoga im vergangenen Jahr haben wir Anzeichen beobachtet, die auf wachsende französische Hilfe für die Amerikaner schließen lassen. Ursprünglich schickten sie Nachschub und militärische Berater, dann Freibeuter, Glücksritter und Söldner. «Colquhoun stieß die Worte zwischen schmalen Lippen hervor.
«Nun aber tritt ihre Absicht offen zutage, die Amerikaner für ihre eigenen Angelegenheiten auszunützen, um Gebiete wiederzugewinnen, die sie im Siebenjährigen Krieg verloren haben.»
