Es endete damit, daß ein Fausthieb in meinem Magen landete, die Pistole mich mit voller Wucht im Gesicht traf, mein Kopf gegen die Holzvertäfelung krachte und der Knüppel das Werk dann irgendwo hinter meinem rechten Ohr krönte. Als ich später wieder zu Bewußtsein kam, war die Zeit nur allzu deutlich fortgeschritten. Ansonsten hätte ich nicht mit dem Gesicht nach unten und schmerzhaft hinter meinem Rücken gefesselten Händen auf dem Rücksitz eines fahrenden Wagens liegen dürfen.

Für eine schöne lange Zeit glaubte ich zu träumen. Dann wachte mein Gehirn langsam auf und machte mir klar, daß das nicht stimmte. Ich fühlte mich abscheulich unwohl und fror furchtbar, da der dünne Pullover, den ich im Haus getragen hatte, sich als jämmerlicher Schutz gegen eine frostkalte Nacht erwies.

Mein Kopf dröhnte wie ein Dampfhammer. Peng, peng, peng.

Hätte ich die dazu erforderliche geistige Energie aufbringen können, wäre ich schrecklich wütend auf mich gewesen, weil ich mich als solcher Schlappschwanz erwiesen hatte. Wie die Dinge lagen, brachte ich jedoch nur unkomplizierte Reaktionen zustande, wie dumpfes, geistloses Erdulden und nebelhafte Verwirrung. Unter allen Entführungskandidaten hätte ich mich zu den unwahrscheinlichsten gerechnet.

Es gab vieles, was für ein halb bewußtloses Gehirn in einem halb bewußtlosen Körper sprach. Mens blotto in corpore ditto… Die Worte tröpfelten unlogisch durch meine Gedanken, und ein

Lächeln begann irgendwo entlang des richtigen Nervs, kam jedoch nicht bis zu meinem Mund. Mein Mund war ohnehin halb auf Tuchfühlung mit irgendeinem Bezug aus Lederimitat, der nach Hund roch. Es heißt, viele erwachsene Männer riefen in Augenblicken der Todesangst nach ihren



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