
»Sie würden es mir nicht glauben, wenn ich es Ihnen sagte«, erwiderte ich.
MacAlpine zuckte die Achsel und fing an, sich umzudrehen, dann sah er wieder zurück. »Ist es wahr? Das mit James?«
»Ja«, sagte ich. »Er ist tot.«
Langsam nickte MacAlpine. »Der alte Graue Fuchs ist nicht mehr. Ich dachte, er würde uns alle überleben. Wie ist es passiert?«
»Tut mir leid«, sagte ich. »Familienangelegenheit. Und jetzt sagen Sie dem Premierminister, er soll die Füße stillhalten! Erzählen Sie ihm, was hier geschehen ist. Erzählen Sie ihm von der silbernen Rüstung. Und erzählen Sie ihm, dass die Familie nicht schwach ist! Nur … in der Neuordnung begriffen.«
»Ohne Zweifel darf er mit einem Anruf der Matriarchin rechnen?«, fragte MacAlpine.
»Irgendwann einmal«, sagte ich. »Molly und ich gehen jetzt. Sie und Ihre Leute können hierbleiben und die Sauerei aufräumen, bevor Sie verschwinden. Wir sollen geheime Kriege führen, nicht unschuldige Zivilisten in Gefahr bringen! Was haben Sie sich dabei gedacht?«
»Ich habe es Ihnen vorhin schon gesagt«, entgegnete MacAlpine. »Wir leben inzwischen in einer anderen Welt. Alle alten Regeln haben sich geändert - dank Ihnen.«
Im Bentley begaben Molly und ich uns zurück zum Herrenhaus. Molly sang zufrieden ihre Ramones-Zusammenstellung mit, während ich nachdachte. Niemand in der zerstörten Straße würde darüber sprechen, was sie direkt vor ihrer Haustür gesehen hatten; dafür würde die übliche Mischung aus Bestechungsgeldern, Drohungen und den Zauberworten Terroristen und nationale Sicherheit sorgen. Sämtliche Kamerarekorder und Kamerahandys würden konfisziert werden, und falls sich jemand unbelehrbar zeigen und versuchen sollte, mit den Medien zu sprechen, würde die Regierung so viele Nachrichtensperren wie nötig rausschicken, um sie mundtot zu machen. Alle wirklichen Unruhestifter würden dazu gebracht werden, zu vergessen. Es ist ein geheimer Krieg in einer unsichtbaren Welt, und die Menschen müssen in Unwissenheit gehalten werden, wenn wir sie beschützen sollen.
