
»Ich töte nur, wenn ich muss«, erwiderte ich. »Das wissen Sie.«
MacAlpine blickte mich mit undurchdringlicher Miene an. »Ich weiß gar nichts mehr über Sie, Eddie.«
»Die Politiker werden unruhig«, sagte ich zu Molly. »Ich nehme an, etwas wie das hier war unvermeidlich, als die Neuigkeit erst einmal die Runde machte. Nur zu gern würden die Politiker einmal einen Drood in die Finger kriegen und ein paar richtige Geheimnisse aus ihm herausquetschen. Wir sollten besser wieder zurück ins Herrenhaus; mal sehen, was sonst noch so vor sich geht.« Ich schaute wieder MacAlpine an. »Ich bin überrascht, Sie hier zu sehen, Phil. Das Letzte, was ich gehört habe, war, dass man Sie wegen übertriebener Gewaltanwendung aus den Special Operations hinausgeworfen hat.«
»Seien Sie nicht albern, Eddie!«, entgegnete er. »So kommen die meisten von uns hinein! Sie müssen übrigens wissen - das hier wird nicht hier enden. Der Premierminister hat sich über die Jahre hinweg zu viel Scheiße von den Droods gefallen lassen müssen, um jetzt, wo er eine Gelegenheit sieht, nicht zurückzuschlagen. Sämtliche unserer Agenten werden gegenwärtig hereingerufen, um einen Präventivschlag gegen Ihre Familie vorzubereiten - sogar die alten Dreckskerle wie ich. Alle Sünden vergeben, wenn auch nicht vergessen. Und es werden nicht nur wir sein: Von jetzt an wird euch die ganze Welt an der Gurgel hängen!«
Ich betrachtete ihn nachdenklich. »Wie habt ihr eigentlich herausgefunden, dass die Droods ihre goldene Rüstung nicht mehr haben?«
»Seien Sie doch nicht so naiv, Eddie! Wir haben ein ganzes Ministerium, das ausschließlich damit befasst ist, jeden Schritt zu analysieren, den Ihre Familie unternimmt. Aus der ganzen Welt sind Berichte über Drood-Frontagenten hereingekommen, die ihren Posten plötzlich verlassen haben und auf schnellstmöglichem Wege heimgerannt sind. Wir wissen, dass etwas Einschneidendes in der Familie passiert ist, Eddie. Ihr könnt nicht hoffen, es lange geheim zu halten. Wir werden es herausfinden.«
