»Also hör auf, mir auf den Wecker zu fallen, Seneschall, oder ich werde dich von Molly in einen kleinen, dampfenden Haufen von irgendwas verwandeln lassen. Du willst mir doch nicht erzählen, dass der wütende Mob sich einfach so zusammengerottet hat. Ohne deine Mitarbeit hätten sie nicht mal in die Nähe der Vordertür kommen können!«

»Ich wollte nur, dass du siehst, wie schlimm die Dinge geworden sind«, antwortete der Seneschall gelassen. »Sobald es unschön geworden wäre, wäre ich eingeschritten.«

»Ich finde mich nur mit dir ab, damit du mir diese Nervensägen vom Hals halten kannst«, sagte ich rundheraus. »Es ist schon schlimm genug, dass ich gerade vor meiner alten Wohnung von einem Haufen MI5-Trottel angegriffen worden bin, auch ohne dass meine eigene Familie mich überfällt, kaum dass ich durch die Tür gekommen bin! Wenn du das noch einmal zulässt, werde ich dich gegen die nächste Wand klatschen, bis deine Augen die Farbe wechseln! Habe ich mich klar ausgedrückt?«

Eins musste man dem Mann lassen: Obwohl es seit Jahrzehnten niemand mehr gewagt hatte, so mit ihm zu reden, und obwohl er wusste, dass ich jedes Wort so meinte, zuckte er nicht einmal mit der Wimper.

»Ich musste sehen, wer handeln würde, statt nur zu reden«, sagte er. »Jetzt, wo sie sich selbst als Unruhestifter entlarvt haben, kann ich mich hinter sie klemmen, und es wird Prügel setzen. Versuch nicht, mir meinen Job beizubringen, Junge! Du magst vielleicht jetzt die Familie leiten, aber ich leite das Herrenhaus! So, was war das jetzt mit dem MI5 und dem Angriff auf dich? Niemand greift uns an und kommt damit davon!«

»Glaub mir«, sagte ich, »das sind sie auch nicht. Aber sie haben genau gewusst, wo und wann sie mich finden können, was bedeutet, dass jemand aus der Familie mich an den Premierminister verpfiffen hat. Also mach dich nützlich und finde heraus wer!«



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