
»Häng dich nie an Besitztümer!«, sagte Molly energisch. »Das sind nur Gegenstände, und Gegenstände kann man immer kriegen.«
»Du hast keinen einzigen sentimentalen Knochen im Körper, was?«
»Hätte ich einen, würde ich ihn mir operativ entfernen lassen. Ich sehe immer nach vorn und nie zurück.«
»Nun ja«, meinte ich. »Aber du lebst ja auch in einem Wald. Was würdest du denn ins Herrenhaus mitnehmen? Deinen Lieblingsbaum?«
»Du vergisst, Eddie, dass ich eine Hexe bin! Ich könnte mich dafür entscheiden, den ganzen Wald mitzubringen.«
Ich beschloss, das Thema zu wechseln, bevor sie sich in die Idee verrannte. Bei Hexen kann man nie wissen.
»Und«, sagte ich so beiläufig, wie ich konnte, »wie kommst du mit der Familie zurecht? Wirst du von allen anständig behandelt? Was hältst du von den mächtigen und mysteriösen Droods, jetzt, wo du die Möglichkeit gehabt hast, uns persönlich und aus der Nähe zu erleben?«
»Schwer zu sagen«, meinte Molly. Die Musik hatte aufgehört; ich hatte die Geschwindigkeit gedrosselt, und auf einmal schien es sehr still im Bentley zu sein. Molly förderte eine kleine, silberne Schnupftabakdose aus der Luft zutage, schnupfte eine Prise von etwas Grünem und Leuchtendem, nieste unordentlich und ließ die Dose wieder verschwinden.
