
»Sie kennen dich eben nicht so gut wie ich«, sagte ich beruhigend. »Hast du denn gar keine Freundschaften geschlossen?«
»Dein Onkel Jack ist in Ordnung«, räumte Molly widerstrebend ein. »Aber er hat immer in der Waffenkammer zu tun. Und Jacob ist ein guter Gesellschafter. Für einen Geist. Und ein alter Lustmolch! Aber abgesehen von den beiden gibt es nur kalte Schultern und gehässige, anzügliche Bemerkungen gerade noch in Hörweite. Ein paar davon waren echt richtig unfreundlich.«
Ich nahm die Augen gerade lange genug von der Straße, um ihr einen wirklich ernsten Blick zuzuwerfen. »Bitte sag mir, dass du sie nicht getötet hast!«
»Natürlich nicht! Ich habe sie in Sachen verwandelt.«
»Was für … Sachen?«
Molly lächelte reizend. »Erinnerst du dich noch daran, wie wir letzte Woche Fasan zu essen hatten und du bemerktest, dass eigentlich gar keine Jagdzeit dafür ist?«
Ich umklammerte das Lenkrad so fest, dass meine Fingerknöchel weiß wurden. »O mein Gott! Du hast doch nicht -«
»Selbstverständlich habe ich nicht! Entspann dich, Eddie! Du kannst manchmal so naiv sein! Ich habe sie bloß alle in Kröten verwandelt und sie für eine Weile im Steingarten ausgesetzt, um ihnen Gelegenheit zum Nachdenken zu geben. Es geht ihnen wieder gut. Bis auf eine leichte Neigung, nach vorbeikommenden Fliegen zu schnappen.«
