
Deswegen klopfte ihm das Herz in fröhlicher Erwartung, als er hörte, wie sich die Tür öffnete. Er drehte sich um und beschleunigte seine Schritte, um sie beim Eintreten zu begrüßen.
»Gus, altes Haus.« Er streckte seine Hand aus und schüttelte die des anderen kräftig. »Und David, mein Junge!«
Eine Stunde verging. Es war richtig Nacht geworden, bevor sie von sich selbst zu sprechen aufhörten, und sich dem Universum zuwenden konnten.
David war es, der anfing: »Heute habe ich meinen ersten Vergiftungsfall gesehen, Onkel Hektor. Ich wußte genug darüber, um eine Panik zu verhindern. Ich wollte, ich wüßte genug, um Vergiftungen zu verhindern.«
Conway sagte nüchtern: »Dafür weiß keiner genug. Ich nehme an, Gus, es handelt sich wieder um ein Marsprodukt.«
»Das kann niemand sagen, Hektor. Aber eine Marspflaume war im Spiel.«
»Ich schlage vor«, bemerkte David Starr, »ihr weiht mich über alles ein, was ich wissen darf.«
»Es ist erstaunlich einfach«, kam es von Conway. »Erschreckend einfach. In den letzten vier Monaten sind ungefähr zweihundert Menschen plötzlich nach dem Genuß eines auf dem Mars gezüchteten Produktes gestorben. Es handelt sich um unbekanntes Gift, die Symptome treffen auf keine bekannte Krankheit zu. Es findet eine schnelle und vollständige Paralyse der das Zwerchfell und die Brustmuskulatur kontrollierenden Nerven statt. Das führt zu Lungenlähmung, was in fünf Minuten tödlich ist. Es geht sogar noch weiter. In einigen Fällen, in denen wir die Opfer rechtzeitig in die Hände bekamen, haben wir es genau wie du mit künstlicher Beatmung versucht, sogar eiserne Lungen sind eingesetzt worden. Die Patienten sind trotzdem innerhalb von fünf Minuten gestorben. Das Herz war ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Autopsien zeigen uns nichts, außer einem Nervenverfall, der unglaublich schnell vonstatten gehen muß.«
