
»Wie steht es mit dem Essen, das zur Vergiftung geführt hat?«, fragte David.
»Fehlanzeige«, erwiderte Conway. »Die vergiftete Speise wird immer ganz verzehrt, dafür reicht die Zeit. Die gleiche Nahrung auf dem Tisch oder in der Küche ist harmlos. Wir haben es an Tiere verfüttert und sogar Freiwilligen zu essen gegeben. Die Mageninhalte der Toten haben keine gesicherten Erkenntnisse gebracht.«
»Woher weißt du denn, daß es sich überhaupt um Lebensmittelvergiftungen handelt?«
»Weil der Zufall des Todeseintritts jedesmal nach dem Genuß eines Marsproduktes, es handelt sich ausnahmslos um Kost vom Mars, mehr als ein bloßer Zufall ist.«
»Offensichtlich ist es nicht ansteckend«, sagte David gedankenverloren.
»Nein. Den Sternen sei Dank. Trotzdem ist es auch so schlimm genug. Bislang haben wir die Sache so gut es ging geheimgehalten, dabei werden wir von der Planetaren Polizeibehörde rückhaltlos unterstützt. Zweihundert Tote in vier Monaten ist bei der Gesamtbevölkerung der Erde eine vertretbare Zahl, aber sie könnte höher werden. Und falls die Erdbewohner herausfinden, daß jeder Happen Marsnahrung ihr letzter sein könnte, wären die Konsequenzen furchtbar. Selbst wenn wir dann vorrechnen, daß die Todesrate nur fünfzig pro Monat bei einer Bevölkerung von 5 Milliarden ist. Trotzdem wäre jeder fest davon überzeugt, daß er einer der fünfzig sein würde.«
»Ja«, kam es von David, »und das würde bedeuten, der Importmarkt für Marsprodukte bricht zusammen. Für die Landwirtschaftssyndikate auf dem Mars wäre das eine Katastrophe.«
»Ach das!« Conway zuckte die Schultern und überging damit die Sorgen der Landwirtschaftssyndikate, als wäre das unerheblich. »Fällt dir nichts anderes auf?«
»Mir ist klar, daß die Landwirtschaft der Erde keine fünf Milliarden Menschen ernähren kann.«
»Genau das ist der Punkt. Ohne Versorgung von den Kolonieplaneten können wir nicht auskommen.
