Der Vorhang schwirrte zur Seite. Mit bewunderungswürdiger Promptheit hatte der Geschäftsführer auf den Notruf, den David eingetippt hatte, noch bevor er seinen eigenen Tisch verlassen hatte, reagiert. Der Geschäftsführer war ein kleiner plumper Mann in enganliegender schwarzer Kleidung konservativen Zuschnitts. Sein Mienenspiel drückte Besorgnis aus.

»Hat jemand in diesem Flügel...« Er schien in sich zusammenzusinken, als seine Augen den Anblick registrierten. Der am Leben gebliebene Gast sprach in schneller Hysterie. »Wir aßen gerade, als mein Freund einen Anfall hatte. Was den anderen Mann hier angeht, so weiß ich nicht, wer er ist.« David stellte seine zwecklosen Wiederbelebungsversuche ein. Er strich sein dichtes braunes Haar aus der Stirn. Er sagte: »Sind Sie der Geschäftsführer?«

»Ich bin Oliver Gaspere, Geschäftsführer des Cafes Supreme«, sagte der dicke Mann verwirrt. »Der Notruf von Tisch 87 geht, und als ich hinkomme, ist niemand da. Mir wird gesagt, ein junger Mann sei eben in die Nische von Tisch 94 gelaufen, ich gehe hinterher und finde dies.« Er wandte sich um. »Ich werde den Hausarzt rufen lassen.«

David sagte: »Einen Augenblick. Dazu besteht keine Veranlassung mehr. Der Mann hier ist tot.« »Was!« schrie der andere Gast. Er stürzte vor und rief: »Manning!«

David Starr zerrte ihn zurück und preßte ihn fest gegen die unsichtbare Tischplatte. »Ganz ruhig, Mann, Sie können ihm doch nicht helfen, und jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um Krach zu schlagen.«

»Nein, nein«, stimmte Gaspere schnell zu. »Wir dürfen die übrigen Gäste nicht verstimmen. Aber sehen Sie, Sir, ein Arzt muß trotzdem diesen bedauernswerten Mann untersuchen, um die Todesursache festzustellen. In meinem Restaurant kann ich keine Unregelmäßigkeiten dulden.«

»Es tut mir leid, Mr. Gaspere, aber ich gestatte nicht, daß der Mann, jedenfalls im Augenblick, von irgend jemand untersucht wird.«

»Wovon reden Sie? Falls dieser Mann an einem Herzanfall gestorben ist -«



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