Wir lagen zwischen zwei parkenden Autos, unsere Körper waren starr vor Schreck und Verwirrung.

Einen Augenblick später begann Malcolm sich unter meinem Gewicht hervorzukämpfen, und ich wälzte mich ungelenk auf die Knie und dachte dankbar, daß ich wohl nur ein paar Schrammen abbekommen hatte. Unterdessen stemmte Malcolm sich hoch, bis er den Rücken gegen einen Autoreifen lehnen konnte, und bemühte sich um Fassung, sah aber aus, als wäre er ebenso mitgenommen wie ich.

«In dem Auto…«, sagte er schließlich zwischen zwei tiefen Atemzügen.»Die wollten mich… umbringen.«

Ich nickte sprachlos. Meine Hose war zerrissen, mein Oberschenkel blutig.

«Du hast schon immer… schnell reagiert«, sagte er.»Und jetzt… jetzt weißt du auch… warum ich dich die ganze Zeit… bei mir haben will.«

Kapitel 2

Es war das zweite Mal, daß jemand versucht hatte, ihn umzubringen, sagte er.

Ich fuhr ein wenig langsamer als sonst in Richtung Cambridge und hielt im Rückspiegel besorgt nach übelgesinnten Verfolgern Ausschau, bisher aber glücklicherweise ohne Ergebnis. Mein rechtes Bein wurde von dem Schlag vor zwanzig Minuten deprimierend steif, doch an Knüffe dieses Kalibers war ich eigentlich gewöhnt, da ich im Lauf der Jahre drei- bis vierhundert Hindernisrennen bestritten hatte und dabei oft unsanft mit dem Boden in Berührung gekommen war.

Malcolm saß nicht gern am Steuer, aus Gründen, die Coochie treffend als Ungeduld diagnostiziert hatte. Coochie hatte ihn auch gar nicht gern am Steuer gesehen — aus nackter Angst, wie sie sagte — und sich deshalb selbst als Familienchauffeur betätigt. Für mich war es seit dem Tag meiner Führerscheinprüfung ebenso selbstverständlich gewesen, Malcolm zu fahren; allenfalls im Fiebertraum hätte ich ihn gebeten, wegen ein paar Hautabschürfungen das Lenkrad zu übernehmen.



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