
»Dagegen ist kein Kraut gewachsen.« Tucker seufzte, denn sie liebte Harry; doch selbst diese Liebe konnte der Langsamkeit der menschlichen Denkweise nicht beikommen.
»Pewter, wie wär's, wenn du deinen Hintern mal aus dem Postkarren hieven würdest? Du bist seit heute Morgen acht Uhr da drin, und jetzt ist es halb zwölf. Wir könnten rausgehen und Mäuse aufspüren.«
»Du willst genauso wenig raus in die Kälte wie ich. Du willst bloß, daß ich blöd dastehe.« Es lag ein Fünkchen Wahrheit in Pewters Anschuldigung.
Bruce ging hinaus und trat bedächtig, geradezu respektvoll auf das Eis.
Zehn Minuten später kamen Hank Brevard, der technische Leiter vom Crozet Hospital, und Tussie Logan, die Oberschwester der pädiatrischen Abteilung, in Tussies kleinen silbernen Tracker vorgefahren.
»Guten Morgen.« Tussie lächelte. »Ist schon fast Mittag. Wie geht's, wie steht's im Postamt?«
»Kompostamt«, sagte Hank wehleidig.
Er hatte dauernd was zu meckern.
»Ich muß doch sehr bitten«, empörte sich Mrs. Miranda Hogendobber.
»Katzendreck.« Hank schnüffelte.
»Hank, wir haben kein Katzenklo hier drin. Die Tiere gehen nach draußen.«
»Ja, vielleicht bist du's selber«, zog Tussie ihn auf.
Er grunzte, achtete nicht auf die Frauen und öffnete sein Postfach. »Alles nur Rechnungen. Mist.«
Obwohl er über seine Post nörgelte, machte er die Umschläge auf und stapelte sie sorgfältig auf dem Tisch. Er war ein akribischer Mensch, dem nie ein Fehler entging.
Tussie dagegen mischte ihre Umschläge wie Karten und warf Werbung, Ankündigungen und Formbriefe in den Papierkorb.
Miranda öffnete die Trennklappe, ging nach vorne, nahm den Papierkorb und wollte zurück in den Postsackraum, wie sie den Arbeitsbereich des Postgebäudes getauft hatte.
