»Tut sie gar nicht. Das macht nur Cazenovia von St. Paul. Du glaubst wohl, alle Kirchenkatzen fressen Hostien. Dabei mögen Kat­zen gar kein Brot.«

»Ach ja? Und was ist mit Pewter? Ich hab sie schon einen Dough­nut futtern sehen. Allerdings, Spargel hab ich sie auch schon essen sehen.« Tucker staunte über den gigantischen Appetit von Market Shifletts Katze. Da sie in dem Lebensmittelgeschäft neben dem Post­amt tätig war, wurde das graue Tier ständig verwöhnt. Pewter sah aus wie eine pelzige Kanonenkugel mit Beinen.

Mrs. Murphy sprang auf das Trittbrett des alten Vehikels, während Harry den platten Reifen in Augenschein nahm.

»Das zählt nicht. Die Katze frißt einfach alles.«

»Ich wette mit dir, daß sie mampfend am Fenster sitzt, wenn wir am Laden vorbeikommen.«

»Hältst du mich für blöd?« Mrs. Murphy ging nicht auf die Wette ein.»Aber ich wette mit dir, daß ich schneller auf den Baum da vorn geklettert bin, als du hinlaufen kannst.« Damit war sie auf und da­von. Tucker zögerte eine Sekunde, dann stürmte sie zu dem Baum, den Mrs. Murphy schon halb erklommen hatte. »Ich hab dir ja ge­sagt, ich gewinne.«

»Jetzt mußt du rückwärts wieder runter.« Tucker wartete unten, die Schnauze weit aufgerissen, um die Wirkung ihrer Worte zu verstär­ken. Ihre weißen Fangzähne blitzten.

»Oh!.« Mrs. Murphy riß die Augen auf. Ihre Schnurrhaare zuckten vor und zurück. Sie machte ein ängstliches Gesicht, und der Hund triumphierte. Im Nu sprang Mrs. Murphy kopfüber vom Baum, sie machte einen Satz über den Rücken des Hundes hinweg und raste zu dem Transporter. Tucker, die das Nachsehen hatte, bellte sich die Seele aus dem Leib.

»Tucker, jetzt reicht's«, schimpfte Harry und setzte ihren Weg zum Postamt fort, während sie sich im Kopf notierte, Herb zu Hause an­zurufen.



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